Geheimnis gelüftet: „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ wird documenta-Leitmotiv

Kassel/Köln. Das Geheimnis der documenta 13 im nächsten Jahr ist gelüftet: Das Leitmotiv lautet nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers von am Freitag „Collapse and Recovery“ (zu deutsch: „Zusammenbruch und Wiederaufbau“).

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Der Zusammenhang von „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ sei derzeit überall bedeutsam, sagt die Kuratorin der 13. documenta-Ausgabe, die Amerikanerin Carolyn Christov-Bakargiev in dem Zeitungsbericht. Kassel und seine Nachkriegsgeschichte lieferten dafür ein historisches Beispiel. Eine documenta-Sprecherin bestätigte diese Angaben.

Carolyn Christov-Bakargiev

Die documenta, die weltgrößte Ausstellung für zeitgenössische Kunst, wird vom 9. Juni bis zum 16. September 2012 in Kassel stattfinden. Bei der Kunstschau werden mehrere Kinos und Festsäle aus den 1950er-Jahren der Stadt zu Standorten gemacht, die auf Entwürfe des Architekten Paul Bode und seines Bruders Arnold Bode, der die documenta in den 1950-er-Jahren begründete, zurückgehen.

Dazu sollen das bekannte Kaskade-Kino von Paul Bode, das von ihm wiederaufgebaute Mark Hotel Hessenland sowie der von Arnold Bode restaurierte Festsaal des Hugenottenhauses gehören, für den der Chicagoer Künstler Theaster Gates ein Kunstwerk beisteuern werde.

Fotos: Geplante Standorte der documenta 13

Geplante Standorte der documenta 13

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Auch der ehemalige Plenarsaal des Ständehauses soll nach dem Willen der Organisatoren in die documenta einbezogen werden. Rund 30 Skulpturen sollen im Aue-Park errichtet werden, der damit so ausgiebig wie nie zuvor mit Werken im öffentlichen Raum bespielt werde, kündigte Christov-Bakargiev an.

Fotos: Erstes documenta-13-Kunstwerk vorgestellt

Erstes documenta-13-Kunstwerk vorgestellt

Auch die Ausstellungsorte am Hauptbahnhof will sie ausweiten. Dort werde unter anderen der Südafrikaner William Kentridge eine neue Arbeit zeigen. Als Ort der Inspiration, der selbst nicht zur documenta zählen werde, nennt Christov-Bakargiev die Gedenkstätte Breitenau, ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert, das während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft als Haftlager diente. „Ich führe alle Künstler an diesen Ort“, sagte Christov-Bakargiev laut „Kölner Stadtanzeiger“. Viele Arbeiten seien durch Breitenau inspiriert.“ (dpa/bea)

Quelle: mydocumenta

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