Offizielle Pressemitteilung der Stadt Kassel

documenta-Geschäftsführerin Kulenkampff geht zum 1. Juni 2018

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Annette Kulenkampff

Kassel. Paukenschlag bei der documenta: Geschäftsführerin Annette Kulenkampff wird ihren Posten zum 1. Juni 2018 räumen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 16.03 Uhr - Nach der Sitzung des documenta-Aufsichtsrates Mitte November hatte es zuletzt keine Äußerung zur Personalie Kulenkampff gegeben. Ihr Vertrag lief eigentlich noch bis 2019. Die Stadt Kassel kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme an - und lieferte diese nun auch. 

Pressemitteilung zu Kulenkampff

Um 14.49 Uhr ging eine offizielle Pressemitteilung der Stadt Kassel bei der HNA als E-Mail ein. Darin steht, dass Kulenkampff zum 1. Juni 2018 "in beiderseitigem Einvernehmen" ausscheidet. 

Die Personalie Kulenkampff war am Montag aber schon Thema einer außerordentlichen Sitzung des Kasseler Magistrats. Dort war nach Informationen unserer Zeitung bereits von einem Aufhebungsvertrag die Rede, den Kulenkampff am Freitag unterzeichnet haben soll. Der Magistrat habe dem schließlich zugestimmt.

Kulenkampff ist seit 2014 Geschäftsführerin der documenta GmbH, in ihre Amtszeit fällt somit die documenta 14, die nach einem aktuellen Stand ein Defizit von 5,4 Millionen Euro hervorgebracht hat. Kulenkampff wurde 1957 in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover geboren. Sie ist Kunsthistorikerin und schloss ihr Studium 1986 in Frankfurt ab.

Die Pressestelle der documenta verwies mittlerweile auf die Pressemitteilung der Stadt Kassel - und erklärte, dass sich Frau Kulenkampff darüber hinaus nicht äußern werde. 

Das Defizit der documenta 14

Auch nach ihrem Ende bleibt die documenta 14 ein Thema. Der Grund: das Defizit von 5,4 Millionen Euro. Annette Kulenkampff hatte sich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwei Wochen nach Ausstellungsende zur Finanzsituation Stellung geäußert. 

Bertram Hilgen, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der documenta, nahm ebenfalls Stellung. Kassels Oberbürgermeister Geselle übte Kritik an documenta-Leiter Szymczyk. Er habe der documenta "einen Bärendienst erwiesen", sagte Geselle im HNA-Interview.

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