Im April 2018 soll Zwischenlösung verkündet werden

documenta-Geschäftsführung: Nachfolger ist schon in Sicht

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Wer wird ihnen folgen? Die Nachfolge von documenta-14-Leiter Adam Szymczyk und documenta-GmbH-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff soll jetzt auf den Weg gebracht werden. Unsere Archivaufnahme entstand im Sommer 2017.

Kassel. Oberbürgermeister Christian Geselle hatte es bereits angedeutet: Im April wird es einen neuen interimistischen documenta-Geschäftsführer geben.

Die scheidende Geschäftsführerein Annette Kulenkampf, deren Vertrag offiziell im Juni endet, befinde sich im Urlaub und habe Kassel verlassen.

„Es ist noch nichts unterschrieben, aber wir sind zuversichtlich, bald einen neuen Geschäftsführer zu haben. Wir befinden uns auf einem guten Weg“, sagt Stadtsprecher Claas Michaelis auf HNA-Frage. Er betonte, dass es sich um eine Interims-Besetzung, also um eine Zwischenlösung handele, bis ein offizieller Nachfolger benannt werde. Nach Ostern wolle man sich zur neuen Personalie äußern. „Wir werden es kommunizieren, sobald die Tinte trocken ist“, so Michaelis. Er verriet nur so viel: „Wir holen uns keinen Amateur, sondern jemanden mit Know-how für das Amt.“

Es ist also noch weiter ein Schwebezustand in Sachen documenta angesagt. Während des jüngsten Kulturausschusses waren deshalb manche Stadtverordnete konsterniert. Kulturdezernentin Susanne Völker war in der Sitzung sehr zurückhaltend, was Auskünfte zum Sachstand bei der documenta betraf. Ihre formale Begründung: Weil es sich bei der documenta gGmbH um eine Beteiligungsgesellschaft handelt, in der neben der Stadt Kassel auch das Land Hessen Gesellschafter ist, sei die Kommunikation Sache des Aufsichtsrats, die documenta-Angelegenheiten müssten im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen besprochen werden.

Nichts Neues also zum Zeitplan bei der Besetzung des Geschäftsführerpostens, zur Findungskommission, zur Leitung im Fridericianum.

Die Stadtverordneten Thorsten Burmeister und Matthias Nölke sowie die CDU-Fraktion hatten entsprechende Fragen gestellt.

Völker blieb in ihren Antworten vage. Mit Hochdruck und viel Energie werde daran gearbeitet, dass die Arbeit an der documenta 15 unter guten Voraussetzungen starten könne. Die Stadt tue alles, um die documenta abzusichern, zu schützen und neu aufzustellen.

documenta-Geschäftsführer

Nachdem feststand, dass die d 14 ein Defizit von mehreren Mio. Euro verbuchen wird, zog der Aufsichtsrat Konsequenzen und gab den Abschied von Geschäftsführerin Annette Kulenkampff bekannt. Sie werde in beiderseitigem Einvernehmen zum 1. Juni 2018 aus ihrem Amt ausscheiden, hieß es. Sie hatte ihren Posten im Juli 2014 angetreten. Ihr Vorgänger Bernd Leifeld war von 1996 bis 2014 Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH in Kassel. 

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