Im ehemaligen Geschäft Leder Meid

documenta eröffnet Infozentrum: Anlaufstelle ist für alle offen

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Das Kommunikationsteam der documenta: Mathias Völzke (Fotograf, v. l.), Daniel Neugebauer (Marketing Koordination), Mira Starke (Assistentin der Leiterin der Kommunikation), Caroline Kim (Koordinatorin), Maxie Fischer (Deutsche Presse), Elena Parwan (Veranstaltungskoordination), Arash Shahali (Assistent), Theresa Franke (Praktikantin), Laurence Scherz (Assistent), Elinor Lazar (Praktikantin), Henriette Gallus (Leiterin der Kommunikation), Marie Westreicher (Assistentin), Hannes Bemm (Assistent), Isabell Ertl (Koordination Fachbesuche), Timo Weißberg (Assistent), Amira El Ahl (Redaktionskoordinatorin).

Kassel. Die documenta 14 öffnet am Donnerstag ab 12 Uhr im Gebäude Friedrichsplatz 4 – im ehemaligen Geschäft Leder Meid – ein Presse- und Informationszentrum.

In den kommenden Monaten sollen sich im ehemaligen Laden Medienvertreter und documenta-Gäste mischen – es gibt bewusst keine Trennung, das Pressezentrum soll Anlaufstelle für alle sein, den Dialog mit der Stadt aufnehmen. Die Räume wurden renoviert – unter anderem wurde der Teppichboden entfernt – und vom Athener Architekten Aristide Antonas gestaltet. Alles wirkt erstaunlich großzügig und hell, im Untergeschoss soll es einen Shop geben, auch ein Kunstwerk, eine Wandarbeit der kolumbianischen Künstlerin Beatriz González, wird zurzeit befestigt.

Café und Arbeitsplätze im Infozentrum der documenta

Für die Journalisten, die sich so wie Fachbesucher akkreditieren können, werden Arbeitsplätze eingerichtet, ein Café ist vorgesehen, auch Platz für das Presseecho soll es geben. Beispielsweise sollen Besucher die täglichen Sendungen des d14-Medienpartners Deutschlandradio Kultur hören können.

Bei der Eröffnung wird das gesamte Presseteam für Auskünfte zur Verfügung stehen. Die Erwartung, dass sich der Aufwand verteile und mit der Eröffnung in Athen eine große Erleichterung eintrete, habe sich nicht wie erhofft erfüllt, sagt Henriette Gallus, Leiterin der Kommunikation – eigentlich reichten die Vorbereitungen für die Kasseler Vorbesichtigungstage ab 7. Juni, dazu komme jetzt die Betreuung der Journalisten in Athen. „Es gibt Grenzen. Bei 5000 bis 6000 Journalisten gibt es natürlich viele Fragen“, sagt Gallus.

Es sei eine Herausforderung, „das Energielevel zu halten“, gesteht Elena Parwan, die die documenta 14-Veranstaltungen koordiniert, aber das Presseteam sieht auch die Chance, aus der Athener Eröffnung zu lernen: „Durch die Erfahrungen wissen wir, was gut läuft und was wir verbessern können. Das sehe ich als einen großen Vorteil für unser Team“, sagt Gallus’ Assistentin Mira Starke.

Sehr angetan ist das Kommunikationsteam davon, wie „schön und positiv“ die Kasseler auf die documenta reagieren, welche Vorfreude herrscht. „Die Stadt hat sich unglaublich verändert“, findet Caroline Kim, „die documenta ist überall im Entstehen, und es ist ein gewisser Zauber zu spüren. Das gibt uns auch Energie.“

„Die documenta geht die ganze Kasseler Bevölkerung an, erreicht wirklich die Gesellschaft“, ergänzt Parwan, „das ist beeindruckend.“ Auch für fruchtbare Kritik ist die documenta dankbar. „Es gibt Dinge, die wir nicht mehr sehen, weil wir zu dicht dran sind“, sagt Henriette Gallus. „Kritik der Kategorie nicht konstruktiv müssen wir einfach aushalten.“

Maxie Fischer, die für die deutsche Presse zuständig ist, glaubt, Ablehnung entzünde sich oft an der Institution documenta. „Kritiker sehen oft nur die Institution und nicht die Menschen, die an der Ausstellung arbeiten.“ Auch zu diesem offenen Austausch soll die neue Anlaufstelle beitragen.

documenta 2017 in Kassel: Öffnungszeiten des Informationscenters

Von 12 bis 16 Uhr wird das neue Presse- und Informationszentrum am Donnerstag geöffnet sein. Anlässlich der Eröffnung – und dann wieder zu einem späteren Zeitpunkt – gibt es die Möglichkeit, Eintrittskarten für die d14 zu kaufen. Die beiden Publikationen zur documenta, das „Daybook“ mit Künstlerporträts und der „Reader“ mit Essays sind einen Tag vor dem Erscheinen im Buchhandel erhältlich. 

Auch ausgewählte Merchandise-Produkte werden angeboten, allerdings noch nicht alle vier d14-Plakate – noch nicht alle Motive sind bislang in Kassel gehängt worden. „Da bitten wir noch um ein bisschen Geduld“, sagt Daniel Neugebauer (Marketing Koordination), der auch vier d14-„Outfits“ ankündigt. Info-Material wie Flyer und die regelmäßig erscheinende Zeitung mit dem Veranstaltungsprogramm kann man am Friedrichsplatz 4 abholen. Und auch Spenden für den „Parthenon der Bücher“ abgeben. „Es gibt auch jetzt noch die Möglichkeit, Bücher zu spenden“, erläutert Caroline Kim vom Kommunikationsteam. „Wir stellen dazu eine Spendenbox direkt am Parthenon auf.“ 

  • 28. April bis 4. Juni: Dienstag bis Samstag 10-14 Uhr 
  • 5. Juni bis 17. September: täglich 10-20 Uhr

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