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documenta: Neuer Interims-Geschäftsführer ist alter Bekannter

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Von: Matthias Lohr

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Wird Nachfolger von Sabine Schormann als Generaldirektor der documenta: Alexander Farenholtz.
Wird Nachfolger von Sabine Schormann als Geschäftsführer der documenta: Alexander Farenholtz. © Falk Wenzel/KSB

Zwei Tage nach der Trennung von Sabine Schormann steht der neue Interims-Geschäftsführer der documenta fest. Alexander Farenholtz soll die Kunstschau aus der Krise führen.

Kassel – Der Nachfolger von Sabine Schormann als Geschäftsführer der documenta ist ein alter Bekannter: Alexander Farenholtz wird bereits am Dienstag seine Arbeit aufnehmen. Der Kulturmanager war bereits 1989 Geschäftsführer der documenta. So bereitete er die documenta 9 unter der Leitung von Jan Hoet vor. Als Geschäftsführer der Kulturstiftung des Bundes war er mit der Künstlerischen Leiterin Hortensia Völckers Mitglied im Aufsichtsrat - bis der Bund sich nach der documenta 14 zurückzog.

Farenholtz wurde 1954 in Helmstedt geboren. Nach dem Studium der Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz arbeitete er unter anderem für den Hamburger Senat. In Pforzheim war er Referent des Oberbürgermeisters.

Nach seiner Tätigkeit für die documenta wurde Farenholtz Leiter des Ministerbüros im baden-württembergischen Kunstministerium - im Ländle regierte damals eine Große Koalition. 1996 übernahm er zusammen mit Tom Stromberg die Leitung des Kulturprogramms der Weltausstellung Expo in Hannover.

documenta in Kassel: Vertrag für Schormann-Nachfolger zunächst bis September

Als 2002 die Kulturstiftung des Bundes ins Leben gerufen wurde, um herausragende Kulturprojekte durch den Bund zu fördern, wurde Farenholtz Vorstand und Verwaltungsdirektor. An der Seite von Völckers amtierte er bis 2020, als er aus Altersgründen ausschied.

Der Vertrag von Farenholtz läuft zunächst bis Ende September. Ziel des Aufsichtsrates ist es, die documenta fifteen zu einem guten Ende zu bringen. Anschließend soll auch über mögliche Strukturänderungen diskutiert werden.

Dass seine neue Aufgabe in Kassel nicht einfach wird, dürfte Farenholtz klar sein. In einem Interview über seine erste Zeit als documenta-Geschäftsführer verwies er auf „harte und zahlreiche Verhandlungen mit dem Land Hessen“. Nach dem Antisemitismus-Eklat und den bundesweiten Negativschlagzeilen wird Farenholtz nun nicht nur mit dem Land gut verhandeln und kommunizieren müssen - auch wenn er anders als Schormann nicht den Titel Generaldirektor tragen wird. (Matthias Lohr)

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