Will Anschein der Beeinträchtigung vermeiden

Justizministerin Kühne-Hörmann gibt Amt im documenta-Aufsichtsrat auf

+
Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann.

Kassel. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat ihr Amt im Aufsichtsrat der Weltkunstausstellung documenta niedergelegt.

Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Wiesbaden am Dienstag. Noch am Montag wollte sich die Politikerin aus Kassel im Gespräch mit der HNA nicht zur documenta äußern. Die CDU-Politikerin erklärte laut dpa in einem Schreiben an den Vorsitzenden im documenta-Aufsichtsrat, sie wolle jeden Anschein vermeiden, die Doppelfunktion "könnte in irgendeiner Form die Aufarbeitung der Verantwortlichkeiten für das Finanzgebaren um die documenta 14 beeinträchtigen".

Die gemeinnützige documenta und Museum Fridericianum GmbH hatte bei ihrer Ausstellung im Jahr 2017 an den beiden Standorten Kassel und Athen ein Millionendefizit verzeichnet. Zuletzt wurde das Minus mit 5,4 Millionen Euro angegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit dem Finanzdefizit wegen des Verdachts der Untreue.

Die nächste documenta soll vom 18. Juni bis zum 25. September 2022 in Kassel stattfinden. Erst vergangene Woche wurde Sabine Schormann zur neuen documenta-Generaldirektorin ernannt. Für den Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle ist die Neuaufstellung der documenta damit noch nicht beendet. Im HNA-Interview stellte er sogar den Aufsichtsrat der Kunstausstellung infrage.

mit dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.