documenta-Künstlerin über Post identifiziert

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Für detektivisch veranlagte Passanten ein Volltreffer: Das gut einsehbar abgelegte, an Manon de Boer adressierte Päckchen

Kassel. Seit Wochen wird über die Teilnehmer der dOCUMENTA 13 spekuliert. Deren Pressesprecherin, Henriette Gallus schweigt  und verweist auf die Pressekonferenz, bei der alle Geheimnisse enthüllt werden.

Wer jedoch derzeit in der Aue spazieren geht, wo Tag für Tag Neues entsteht, kann zum Kunst-Detektiv werden. Denn wo sich die documenta-Leitung in Schweigen hüllt, offenbart zum Beispiel ein leerer Karton, arglos an einer Holzhütte hinter Absperrgittern liegen gelassen, eine d13-Teilnehmerin.

„Manon de Boer“ steht mit Filzschrift darauf. Manon de Boer, die in Brüssel lebt und noch auf keiner der derzeit diskutierten Künstlerlisten auftaucht, wurde 1966 in Kodaicanal, Indien, geboren und absolvierte ihre künstlerische Ausbildung an Akademien in Rotterdam und Amsterdam.

Die Video-Künstlerin erhielt im Kunstmuseum Bonn 2009 den mit 5000 Euro dotierten Videonale-Preis. Sie hat bei den Biennalen in Berlin und Sao Paulo, im Frankfurter Kunstverein und im Witte de With Zentrum für zeitgenössische Kunst Rotterdam ausgestellt. Und ab nächste Woche also auf der documenta. 
(von Mark-Christian von Busse)

Quelle: mydocumenta

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