Kunstwerk wird komplett bepflanzt

documenta-Kunst in der Nordstadt: Pyramide jetzt mit Spitze

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Setzen die Spitze auf: Mathias Siemon und Anna Schrank von Holzbau Siemon.

Kassel. Blaue und gelbe Blüten leuchten, Gräser wiegen sich im Wind. Am Dienstag wurde auf das documenta-Kunstwerk „Living Pyramid“ im Nordstadtpark die bepflanzte Spitze gesetzt.

Aktualisiert am 1. Juni 2017 um 12.03 Uhr  - Die Skulptur von Künstlerin Agnes Denes mit einer Grundfläche von neun mal neun Metern soll zur documenta 2017 vollständig mit Gräsern und Blumen bepflanzt werden.

Bevor die Spitze auf den Unterbau gesetzt wurde, wurden bereits Gewächse in die obersten Etagen gesetzt. Das war vermutlich einfacher, als die Erde in luftiger Höhe einzufüllen. Anschließend hoben Mathias Siemon und Anna Schrank von der Firma Holzbau Siemon das Konstrukt mit Hilfe eines Hubsteigers auf die vorhandenen Holzebenen.

Die Außenseiten bestehen aus grünschimmernden Schieferplatten, die mit Erde und verschiedenen Pflanzen gefüllt und nach oben hin schmaler werden. „The Living Pyramid“ soll, so die Auskunft der Pressestelle der documenta, die soziale Struktur der Gesellschaft widerspiegeln. 

Bleibt abzuwarten, wie sich die lebende Pyramide mit ihrem Pflanzenbewuchs im Lauf der documenta entwickeln wird. 

Konzeptkünstlerin Agnes Denes

Die Konzeptkünstlerin Agnes Denes wurde 1938 in Budapest (Ungarn) geboren und lebt bereits seit 1954 in New York. Das documenta-14-Kunstwerk ist nicht ihre erste Pyramide: Es gibt von ihr Pyramiden aus Tannen, Kristallblöcken und Plexiglas, die beispielsweise mit Öl und Wasser gefüllt sind. Eine ihrer bekanntesten Installationen ist das „Wheatfield“, das sie 1982 in New York schuf. 

Die amerikanische Künstlerin stellte einige ihrer Kunstwerke bereits 1977 auf der documenta 6 in Kassel aus. Auch waren ihre Werke auf der Kunstausstellung Biennale in Venedig zu sehen.

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