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documenta: Kunstwerke haben ihren Ort gewechselt – Umzug zum Fridericianum

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Von: Leonie Krzistetzko

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Kräutersauna statt Kernkraftwerk: die Installation „Genki-Ro“ von Takashi Kuribayashi.
Kräutersauna statt Kernkraftwerk: die Installation „Genki-Ro“ von Takashi Kuribayashi. © Florian Hagemann

Eine Wanderinstallation der documenta fifteen und Taring-Padi-Überbleibsel stehen jetzt am und im Fridericianum.

Kassel – Zum Wellness ins Atomkraftwerk? Was sich wie eine dystopische Erzählung anhört, ist die Grundidee des japanischen documenta-Künstlers Takashi Kuribayashi. Seine Installation „Genki-Ro“, eine Kräutersauna im Gewand eines Fukushima-Reaktors, steht nun auf dem Friedrichsplatz.

Das durch die Nuklearkatastrophe von 2011 negativ besetzte Atomkraftwerk wird damit zu einer Umgebung der Entspannung und zur Möglichkeit, seine eigene Energie nachhaltig aufzutanken: Denn jeder kann die Sauna besuchen und damit ein Teil der Installation werden.

Zusammen mit dem Kollektiv Cinema-Carawan lässt er seine Kunst von Ort zu Ort wandern. Zuvor war seine Installation zusammen mit dem Open-Air-Kino und anderen Werken auf der Karlswiese zu sehen.

Lagern jetzt im Fridericianum: Einige Papp-Figuren vom indonesischen Kollektiv Taring Padi.
Lagern jetzt im Fridericianum: Einige Papp-Figuren vom indonesischen Kollektiv Taring Padi. © Bettina Fraschke

Der Komplex ist nicht das einzige documenta-Kunstwerk, das seinen Standort geändert hat. Einige Pappkarton-Figuren des umstrittenen indonesischen Kollektivs Taring Padi stehen nach dem Abbau ihres Werks „People’s Justice“ nun im Treppenhaus des Fridericianums. Damit sind sie die Überbleibsel der Installation. Andere Figuren wurden beim Abbau verteilt, eingesammelt und mit einem documenta-Transporter weggeschafft.

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