documenta-Chef war lange abgetaucht

Aufgetaucht aus Athen: Adam Szymczyk ist wieder zurück in Kassel

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Ein Foto wie ein Kunstwerk: Adam Szymczyk am Mittwoch im Gloria-Kino.

Kassel. Er ist wirklich da. Mitten unter uns. In Kassel. Am Mittwochabend war er im Kino, im Gloria. Schaute sich documenta-Filme an. Was sonst. Adam Szymczyk, Chef der documenta, ist zurück auf seinem Chefsessel in Kassel.

Die Suche hat ein Ende, und auch die bohrenden Fragen sind vorbei: Wo ist Szymczyk? Was macht der d 14-Chef? Warum sagt er nichts, warum lächelt er uns nicht auf Fotos an? Wie geht er mit der Kritik an seiner Ausstellung um, wie mit Lob?

Es gab Hinweise, dass er zuweilen in Kassel war. Er besuchte die Performance seiner Lebensgefährtin in der Henschel-Halle, stand bei einem Sponsorentermin – nein, nicht im Abseits – aber zumindest am Rande.

Er wurde beobachtet beim Biertrinken in einer Künstlerkneipe an der Frankfurter Straße. In der Straßenbahn rempelte er mal aus Versehen eine Kollegin an – und entschuldigte sich dafür.

Austellung in Athen war der Hauptgrund

Ansonsten war er nahezu unsichtbar – oder einfach nur weg. Jetzt, da er wieder da ist, erklärt die documenta auch die temporäre Abwesenheit ihres Chefs. Der Hauptgrund: die Ausstellung in Athen.

Die ging bekanntlich bis zum 16. Juli, und die documenta in Kassel hatte schon am 10. Juni begonnen. Da gab es Überschneidungen, und Adam Szymczyk musste sich entscheiden. Priorität hatte offenbar Athen.

Der Abbau der Kunstausstellung in Griechenland, so heißt es bei der documenta, sei sehr anspruchsvoll gewesen. Das habe die Anwesenheit des künstlerischen Leiters notwendig gemacht. Dann habe die Archivierung begonnen, es musste Abschied genommen werden von vielen Künstlern und Athener Kollegen, und das Archiv musste übergeben werden. documenta-Sprecherin Henriette Gallus: „In den letzten zwei Wochen der Athener Ausstellung war in Athen viel Betrieb - ähnlich wie in Kassel zum Ende hin stets viel Betrieb ist.“ 

Deswegen seien viele Teammitglieder der documenta für mehrere Tage in Griechenland gewesen, unter ihnen Adam Szymczyk. Danach habe er einige Tage mit seiner Familie verbracht. Und nun ist er wieder da.

Stavo-Kicker spielen gegen documenta-Mannschaft

Das finden wir gut und hoffen, dass er sich nun öfter blicken lässt. Vielleicht schon am kommenden Mittwoch, wenn die Stavo-Kicker gegen eine Mannschaft der documenta auf der Hessenkampfbahn Fußball spielen. Schön, wenn Adam Szymczyk die Fußballschuhe schnüren würde. Den Anstoß führt immerhin seine Geschäftsführerin Annette Kulenkampff aus.

Und wenn er kickt, sollte er sich an seinem Namensvetter Szymczyk aus der zweiten Mannschaft von Union Velbert (bei Wuppertal) ein Beispiel nehmen. Der schoss beim 8:0 gegen den FC Langenberg fünf Tore.

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