Was wird aus dem Kunstwerk?

documenta-Obelisk auf Königsplatz: Stadt will Spendenaktion starten

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Archivfoto: Der Obelisk des US-Künstlers Olu Oguibe auf dem Königsplatz von der documenta14.

Kassel. Bleibt der Obelisk in Kassel oder nicht? Diese Frage ist in den vergangenen Wochen nach dem Ende der documenta 14 ausgiebig diskutiert worden.

Zunächst hieß es, der documenta-Künstler Olu Oguibe verlange eine Million Euro für das 16 Meter hohe Kunstwerk auf dem Königsplatz. Aufgrund dieser Summe gab es von der Stadt eine Absage. Daraufhin signalisierte Oguibe, dass er zu weiteren Verhandlungen mit der Stadt bereit sei. Derzeit bereite man eine Spendenaktion zum Verbleib des Obelisken in Kassel vor, erklärte Kulturdezernentin Susanne Völker auf HNA-Anfrage.

„In einem persönlichen Gespräch mit Olu Oguibe möchte ich gerne mit ihm gemeinsam einen möglichen Verbleib des Obelisken in Kassel besprechen.“ Ein Treffen in Kassel habe Oguibe angeboten und man versuche derzeit, einen Termin mit ihm zu finden. „Ich stehe sehr gerne für ein Gespräch bereit“, sagt Völker.

Kassels Kulturdezernentin hatte am Donnerstag im Kulturausschuss mitgeteilt, dass der Preis für den Obelisken sich in der Größenordnung des Bronzebaums des italienischen Künstlers Giuseppe Penone bewegen müsse.

Der „Penone-Baum“, der in der Karlsaue steht, war nach der documenta 13 vor fünf Jahren für 535 000 Euro angekauft worden. Das Geld war durch eine Spendenaktion, an der sich Unternehmen und Privatpersonen beteiligt hatten, zusammengekommen.

Die Kulturdezernentin hatte im Ausschuss deutlich gemacht, dass es beim Obelisken genauso laufen müsse. Die Stadt  werde sich nicht mit finanziellen Mitteln an dem Ankauf beteiligen. Allerdings würde sie die Spendenaktion in die Hand nehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Künstler und Kulturdezernentin sich bei ihrem Treffen auf eine Handhabe einigen. 

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