Susan Philipsz Klangtest erinnert an die Juden-Deportation

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Dezent aber wirkungsvoll: Aus Lautsprechern wie diesem erklingt die Streichmusik

Kassel. Susan Philipz, Schottin mit Wohnsitz in Berlin, ist auf der documenta 13 mit einem sehr dezenten aber ebenso intensivem Kunstwerk präsent: Der Klanginstallation "Klangtest".

Geht man am KulturBahnhof rechts in nördliche Richtung, so vernimmt man immer lauter (aber nie zu laut) werdende Streicherklänge, ohne zunächst zu sehen, wo sie herkommen. Die Künstlerin Susan Philipz (47) hat an einigen Strommasten kleine Lautsprecher platziert, aus denen die Töne kommen.

Es handelt sich um das Stück "Studie für Streichorchester", geschrieben von Pavel Haas 1943 im Lager Theresienstadt.

Kurzclip: Erinnerungen an die Juden-Deportation

Der Ort ist alles andere als zufällig gewählt. Von den Gleisen, über denen die Streichermusik erklingt, wurden die Kasseler Juden in die Konzentrationslager deportiert.

Der Komponist, Pavel Haas, kam 1944 im Lager Ausschwitz ums Leben. (wd)

Quelle: mydocumenta

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