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Herzstillstand auf der documenta - Mann aus Wien sucht seine Lebensretterin

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Von: Florian Hagemann

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Andreas Kous aus Wien erleidet auf der documenta in Kassel einen Herzstillstand. Jetzt sucht der Mann aus Wien die Frau, die ihm das Leben rettete.

Kassel – Andreas Kous hatte zweieinhalb schöne Tage in Kassel und auf der documenta verbracht – am Wochenende und am Montagmorgen. Die Weltkunstausstellung gefiel dem 54-Jährigen aus Wien sehr gut. Montagmittag stand dann ein Besuch des Hübnergeländes an. Andreas Kous hat noch ein paar Fotos gemacht – Außenansichten des Gebäudes. Was aber danach geschah, daran hat der Österreicher keine Erinnerung mehr.

Andreas Kous erlitt einen schweren Herzinfarkt – mit Herzstillstand. In der HNA wird am nächsten Tag von einem medizinischen Notfall die Rede sein, weswegen das Hübner-Areal kurzzeitig geschlossen werden musste. Als Grund wurden von der documenta „lebenserhaltender Maßnahmen an einem Gast“ angegeben.

Herzstillstand auf der documenta in Kassel - Österreicher auf dem Weg der Besserung

Vier Tage später geht es Andreas Kous wieder besser. Er liegt in den Helios-Kliniken in Wehlheiden, seine Lebensgefährtin Christa Kaltenbrunner war kurze Zeit später aus Wien angereist und leistet ihm nun Gesellschaft. Zusammen haben sie ein Anliegen, das sie gegenüber der Zeitung formulieren. Sie wollen jene Frau finden, die Andreas Kous mutmaßlich das Leben gerettet hat.

Auf dem Weg der Besserung: Andreas Kous erlitt auf der documenta einen Herzinfarkt.
Auf dem Weg der Besserung: Andreas Kous erlitt auf der documenta einen Herzinfarkt. © Privat

So viel hat der Österreicher mittlerweile nämlich erfahren über seinen Notfall: Hätte nicht eine zufällig anwesende Ärztin eingegriffen und sofort mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen, dann wäre er jetzt nicht mehr am Leben. Die Ärzte, die ihn später behandelt haben, versicherten ihm, dass er ohne das beherzte Einschreiten der Frau keine Chance gehabt hätte.

Das Problem ist jetzt aber: Niemand hat Kontakt zu der Ärztin, auch deren Name ist niemandem bekannt. Deshalb hoffen Andreas Kous und Christa Kaltenbrunner, sie auf diesem Weg ausfindig zu machen, um sich persönlich bei ihr zu bedanken. Andreas Kous sagt: „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass sie mich gerettet hat. Es war eine Heldentat, und sie sollte man in den Vordergrund stellen.“

Kassel: Ärztin rettet Mann aus Wien das Leben - Österreicher sucht seine Lebensretterin

Andreas Kous und Christa Kaltenbrunner können sich auch vorstellen, die Lebensretterin mal einzuladen. Sie wohnen in Wien, Andreas Kous ist dort als Projektleiter in der Kulturbranche tätig. Womöglich schon an diesem Wochenende kann er in seine Heimat verlegt werden, wenn es die Untersuchungen in Kassel ergeben.

Noch klagt er über ein paar Schmerzen im Brustbereich, die er aber auf die Reanimationsmaßnahmen zurückführt. Andreas Kous wird Kassel dann nach jenem schrecklichen Ereignis am Montag verlassen, aber auch mit der Gewissheit, hier sehr gut betreut worden zu sein. Seine Lebensgefährtin Christa Kaltenbrunner bestätigt das. „Alle sind sehr nett und freundlich.“ Jetzt fehlt nur noch, dass sich die Lebensretterin meldet.

Kontakt: Wer Andreas Kous und Christa Kaltenbrunner auf der Suche nach der Lebensretterin behilflich sein kann, der kann sich an christa.kalt@gmx.at wenden. (Florian Hagemann)

Die Menschen in Kassel genießen die Belebung ihrer Stadtteile durch die documenta.

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