EU-Kommissionspräsident zu Gast in Kassel

EU-Kommissionspräsident Barroso besucht die documenta

Kassel. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, hat am Samstagmorgen die documenta (13) besucht.

Wenige Stunden vor dem Ende der documenta empfingen Stadt und Ausstellungsleitung Barroso als einen protokollarisch ähnlich hoch gestellten Gast wie Bundespräsident Joachim Gauck, der die Weltkunstschau 99 Tage zuvor eröffnet hatte.

Bilder von Barrosos Besuch

EU-Kommissionspräsident Barroso besuchte die documenta

Zitate von Barroso: Das sagt der Kommissionspräsident über die documenta

- „Ich bin beeindruckt und mag dieses Konzept.“

- „Wir können stolz darauf sein, das diese Ausstellung in Europa, Deutschland, Hessen und Kassel stattfindet.“

- „Es ist ein Welt-Event.“

- „Jeder, der an zeitgenössischer Kunst interessiert ist, kennt Kassel und die documenta."

Der Eskorten-Tross Barrosos mit zehn Polizeimotorrädern, sechs schweren Blaulicht-Limousinen und weiteren Sicherheitsfahrzeugen erregte am Samstag mehrmals Aufsehen in der dicht bevölkerten Stadt. Um 9.30 Uhr fuhr der Konvoi vor dem Palais Bellevue vor, wo Barroso von Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann begrüßt wurde. Der Brüsseler Gast war tags zuvor zu Gesprächen in Wiesbaden gewesen. Zu seinem Kunstbesuch auf den letzten Drücker sagte er: „Ich wäre gern schon früher gekommen, aber wegen der Eurokrise war das leider nicht möglich.“

Umso mehr freute sich documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld, dass es doch noch geklappt hatte. Barroso, der bereits 2007 die documenta besucht hatte, sei der vielleicht angenehmste Ausstellungsgast aus der großen Politik: „Der weiß viel, interessiert sich und hört auch zu.“ Auch über die Brüder Grimm, in deren Museumsstätte er empfangen wurde, wusste Barroso gut Bescheid: Er sei als Kind in Portugal mit deren Märchen aufgewachsen.

Für den anschließenden Ausstellungsrundgang ohne Medienbegleitung nahm sich Barroso ungewöhnlich viel Zeit. Neben Fridericianum, Ottoneum, Elisabeth-Hospital und documenta-Halle ließ der Zeitplan noch Luft für einen Abstecher bis weit die Karlsaue hinein. Dabei erfüllte der erste Mann der EU auch etliche Autogrammwünsche von Passanten.

Artikel aktualisiert um 15.10 Uhr

In inspirierter Stimmung trat Barroso abschließend auf dem Friedrichsplatz vor Kameras und Mikrofone. Dabei hob er die Bedeutung der Kultur für den europäischen Gedanken hervor. In Kassel, wo sich den Sommer über ganz Europa im Zeichen der Kunst versammelt habe, werde dies in eindrucksvoller Weise eingelöst. Er wolle 2017 gern wiederkommen, kündigte José Manuel Barroso an.

Von Axel Schwarz

Quelle: mydocumenta

Rubriklistenbild: © Koch/HNA

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