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documenta-Fahrräder rollen weiter: VW-Werk und Outlaw Kassel geben Räder an soziale Einrichtungen

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Von: Sven Kühling

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Ausleihe am documenta-Stand: VW-Azubi Justin Bittner (rechts) übergibt hier ein Rad an einen Besucher aus Holland. Ein positives Fazit zu der Initiative insgesamt zogen kurz vor Ende der Ausstellung Natalie Küster (VW Akademie, von links), Anne Müller, Pädagogische Leiterin Outlaw, Philipp Greguhn, Leitung Recht und Grundsatzfragen der documenta fifteen, sowie Carina Hillwig (Projektassistentin bei VW in Baunatal).
Ausleihe am documenta-Stand: VW-Azubi Justin Bittner (rechts) übergibt hier ein Rad an einen Besucher aus Holland. Ein positives Fazit zu der Initiative insgesamt zogen kurz vor Ende der Ausstellung Natalie Küster (VW Akademie, von links), Anne Müller, Pädagogische Leiterin Outlaw, Philipp Greguhn, Leitung Recht und Grundsatzfragen der documenta fifteen, sowie Carina Hillwig (Projektassistentin bei VW in Baunatal). © Sven Kühling

„Es gab etliche Tage, da waren alle Räder ausgeliehen“, sagt Klaus Nulle, Werkstattleiter der Initiative Outlaw Kassel, die während der documenta mit dem VW-Werk in Baunatal gebrauchte Fahrräder an Besucher verlieh.

Kassel/Baunatal – Rund 50 Fahrräder standen für das nachhaltige Projekt zur Verfügung. 3400 Ausleihen verzeichneten die Organisatoren am Ende, erläuterte Carina Hillwig, im VW-Werk für das Projekt mitverantwortlich. Die Ausleihe wurde nahezu eigenständig von Auszubildenden aus der VW-Akademie, sieben Tage in der Woche an einem Stand gegenüber der documenta-Halle, organisiert.

Selbst während der dreiwöchigen Werksferien seien die Azubis dabei gewesen, betont Carina Hillwig. Und auch das gehört zu ihrem persönlichen Fazit kurz vor Ende der Ausstellung: Die Besucher hätten sichtlich Spaß gehabt, mit den old-school-Rädern über die documenta zu fahren, sagt sie. „Alle Räder haben nämlich noch nicht einmal eine Gangschaltung.“

Mit dem Projekt wurden gleich mehrere soziale Ziele verfolgt, unter anderem die Beteiligung von Jugendlichen aus den Outlaw-Projekten an der extra eingerichteten Fahrrad-Werkstatt. Außerdem standen Aspekte für Nachhaltigkeit im Vordergrund – passend zum Gesamtkonzept der Weltkunstausstellung.

Jetzt sollen die Fahrräder – einst auf den Werksgeländen von Volkswagen in Hannover und Baunatal von Mitarbeitern zurückgelassen – von Outlaw an soziale Einrichtungen weitergegeben werden, wie Anne Müller, Pädagogische Leitung bei Outlaw, erläutert. Interessenten können per E-Mail anfragen unter info@outlaw-kassel.de.

20 Fahrräder behält die Initiative, die sich um die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher kümmert. Es gebe also ein Vor- und Nachnutzung, betont auch Philipp Greguhn, Leitung Recht und Grundsatzfragen bei der documenta fifteen. „Das ist wichtig bei einem nachhaltigen Ansatz.“ Auch Greguhn wertet das Projekt insgesamt als Erfolg: Die Ausleihe von 3400 Rädern spreche für sich, sagt er. „Die Nachfrage war groß.“ Besonders gut angekommen sei bei den documenta-Besuchern, so der Leiter, „dass man die Fahrräder kostenfrei ausleihen konnte“. (Sven Kühling)

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