Geheimnis gelüftet: Hügel vor der Orangerie wird "Do nothing garden"

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Kassel. Ein lang gehütetes Geheimnis hat documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev heute gelüftet: Aus dem großen Erdhügel in der Karlsaue vor der Orangerie entsteht ein "Do nothing garden", ein Garten, in dem nichts zu tun sein wird.

Der chinesische Künstler Song Dong habe mit einem "großen Sinn für Optimismus aus Abfall einen Garten gestaltet". Seit Monaten war hier aus entsorgten Materialien wie Holz und Kies ein großer Hügel aufgeschichtet worden, der zum Schluss bepflanzt wurde.

Überhaupt werde die Karlsaue so intensiv von der d13 bespielt wie noch von keine anderen documenta-Ausstellung, sagte Christov-Bakargiev. Insgesamt seien 28 kleine Bauwerke aus Holz und recyclebaren Materialien gebaut worden, in denen Künstler ausstellen werden.

documenta-Vorbereitungen in der Karlsaue

Sie habe beim Entstehen dieser Bebauung durch die individuellen Häuschen auch an die lebensreformerische Künstler- und Aussteigerkolonie Monte verità in der Schweiz zu Beginn des 20. Jahrhunderts gedacht. Es sei auch eine Reminiszenz an Harald Szeemann, dem Leiter der documenta 5, 1972 und seine Ausstellung „Mammelle delle verità“.

Kunstwerke am Weinberg und Kulturbahnhof

Auf dem Friedrichsplatz entsteht ein weiterer Garten, ein Schmetterlingsgarten der Künstlerin Kristina Buch. Die Karlsaue, in der die Balance zwischen Kunst und Natur thematisiert werde, bilde einen Gegenpol zur der documenta-Kunst, die rund um den Kulturbahnhof zu sehen sein wird, die stärker urbane Themen aufgreift. (chr)

Quelle: mydocumenta

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