Geheimnis gelüftet: Hügel vor der Orangerie wird "Do nothing garden"

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Kassel. Ein lang gehütetes Geheimnis hat documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev heute gelüftet: Aus dem großen Erdhügel in der Karlsaue vor der Orangerie entsteht ein "Do nothing garden", ein Garten, in dem nichts zu tun sein wird.

Der chinesische Künstler Song Dong habe mit einem "großen Sinn für Optimismus aus Abfall einen Garten gestaltet". Seit Monaten war hier aus entsorgten Materialien wie Holz und Kies ein großer Hügel aufgeschichtet worden, der zum Schluss bepflanzt wurde.

Überhaupt werde die Karlsaue so intensiv von der d13 bespielt wie noch von keine anderen documenta-Ausstellung, sagte Christov-Bakargiev. Insgesamt seien 28 kleine Bauwerke aus Holz und recyclebaren Materialien gebaut worden, in denen Künstler ausstellen werden.

documenta-Vorbereitungen in der Karlsaue

Selbstverständlich ist das Fotografieren zur Zeit noch verboten ... © Foto: Ditzel
Auf der Gärtnerplatz-Wiese © Foto: Ditzel
Auf der Gärtnerplatz-Wiese © Foto: Ditzel
Auf der Gärtnerplatz-Wiese © Foto: Ditzel
Vor der Absperrung © Foto: Ditzel
Hinter der Absperrung © Foto: Ditzel
Shinro Othake mit der Skizze zu seinem Environment © Foto: Ditzel
Teile der Installation von Shinro Othake © Foto: Ditzel
Teile der Installation von Shinro Othake © Foto: Ditzel
Teile der Installation von Shinro Othake © Foto: Ditzel
Oft gestellte Frage von Passanten: "Ist das Kunst oder kann das weg?" © Foto: Ditzel
26 dieser Holzhäuser entstehen in der Karlsaue © Foto: Ditzel
26 dieser Holzhäuser entstehen in der Karlsaue © Foto: Ditzel
Josef studiert den Bauplan © Foto: Ditzel
26 dieser Holzhäuser entstehen in der Karlsaue © Foto: Ditzel
Kristian schleift das Holz © Foto: Ditzel
Für die Wasserversorgung im Haus ist gesorgt © Foto: Ditzel
Gärtners Albtraum: Kiefern, Eiben, Johannisbeer-Sträucher und viel Unkraut auf der Karlswiese © Foto: Ditzel
Kiefern, Eiben, Johannisbeer-Sträucher und viel Unkraut auf der Karlswiese © Foto: Ditzel
Um das Becken wird wieder Gras gepflanzt © Foto: Ditzel
Um das Becken wird wieder Gras gepflanzt © Foto: Ditzel
Beton-Platten auf einer Wiese am Küchengraben © Foto: Ditzel
Ist das Kunst oder ein Objekt der Stadtwerke? © Foto: Ditzel
Hier entsteht eine "Zeit-Bank" © Foto: Ditzel
Hier entsteht eine Zeit-Bank © Foto: Ditzel
Vorderansicht des Projektes von Julieta Aranda und Anton Vidokle © Foto: Ditzel
Schöne Aussicht zum Abschluss des Rundgangs © Foto: Ditzel
Schöne Aussicht zum Abschluss des Rundgangs © Foto: Ditzel

Sie habe beim Entstehen dieser Bebauung durch die individuellen Häuschen auch an die lebensreformerische Künstler- und Aussteigerkolonie Monte verità in der Schweiz zu Beginn des 20. Jahrhunderts gedacht. Es sei auch eine Reminiszenz an Harald Szeemann, dem Leiter der documenta 5, 1972 und seine Ausstellung „Mammelle delle verità“.

Kunstwerke am Weinberg und Kulturbahnhof

Auf dem Friedrichsplatz entsteht ein weiterer Garten, ein Schmetterlingsgarten der Künstlerin Kristina Buch. Die Karlsaue, in der die Balance zwischen Kunst und Natur thematisiert werde, bilde einen Gegenpol zur der documenta-Kunst, die rund um den Kulturbahnhof zu sehen sein wird, die stärker urbane Themen aufgreift. (chr)

Quelle: mydocumenta

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