Internetfähige Telefone ermöglichen geführten Spaziergang durchs Begleitprogramm

Handy-Helfer zur documenta

Ludger Schmidt

Kassel. Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen sollen bei der documenta im nächsten Jahr ein besonderes Angebot erhalten: Für das Begleitprogramm der Stadt Kassel während der Weltkunstschau steht für diese Nutzer eine internetbasierte, kostenfreie Applikation (eine App) zur Verfügung.

Unter dem englischen Namen „EventWalker“ (Veranstaltungs-Spaziergänger) arbeiten die Uni Kassel, das Kasseler IT-Unternehmen Trout und Kassel Marketing an diesem gemeinsamen Forschungsprojekt. Das Besondere daran ist, dass mithilfe der App auch individuelle Fragen beantwortet werden sollen. Zum Beispiel solche: Gibt es die Möglichkeit, interessante und bekannte Persönlichkeiten zu treffen? Ist jemand aus meiner Heimat hier oder Menschen mit ähnlichen Interessen?

„Insbesondere die sozial vernetzenden, kommunikativen Komponenten des EventWalkers sind neuartig für diese Art der Applikation“, sagt Prof. Dr. Ludger Schmidt, Leiter des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik von der Uni Kassel.

Die App soll einheimische und auswärtige Besucher dabei unterstützen, mit Hilfe von GPS (dem globalen Navigations-Satellitensystem) beispielsweise historische Sehenswürdigkeiten zu finden, an Führungen, Informationsveranstaltungen oder Festakten teilzunehmen. Über eine Handykamera erhält der Nutzer spezielle Informationen über Dienstleistungen und Sehenswürdigkeiten, die an einem Veranstaltungsort angeboten werden.

Mithilfe der App wird ein Programm gestartet, das die persönlichen Interessen und Vorlieben des Nutzers herausfindet - die Angebote werden dann ganz darauf abgestimmt.

Eine erste Version wird im documenta-Jahr 2012 zur Verfügung stehen. Ein Jahr später anlässlich der 1100-Jahr-Feier der Stadt Kassel sollen die Nutzer ein verbessertes Angebot erhalten.

Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Uni sorgt für die gebrauchstaugliche Gestaltung. Es erstellt Nutzungsszenarien und Anforderungsanalysen, um bei der Entwicklung frühzeitig eine Rückkopplung zum Nutzer herzustellen. Später sind Tests zur Nutzbarkeit und Feldstudien geplant.

Das Projekt EventWalker ist auf zwei Jahre angelegt und wird im Rahmen der Landesinitiative „Loewe“ vom Wissenschaftsministerium gefördert. Es hat ein Gesamtvolumen von 350 000 Euro.

Foto: privat/nh

Kontakt: Prof. Ludger Schmidt, Universität Kassel, Fachbereich Maschinenbau, Telefon: 0561 / 804  2704, www.mensch-maschine-systemtechnik.de

Von Beate Eder

Quelle: mydocumenta

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