Hannover ärgert Kassel: Offensives Werben um documenta-Besucher

Kassel/Hannover. Gutes Timing oder Trittbrettfahrerei: Parallel zur Kunstschau documenta organisieren Museen in Hannover zum zweiten Mal eine Ausstellung mit junger Kunst.

In Kassel gehen sie dabei gezielt auf Besucherjagd - und scheuen vor offensivem Marketing nicht zurück, wie das Sprengel Museum in Hannover mitteilte. Am vergangenen Eröffnungswochenende erhielten ankommende Reisende am ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe Taschen mit allen wichtigen Informationen - nicht etwa zur documenta, sondern zu der „Made in Germany Zwei“-Ausstellung in Hannover.

Für das kommende Wochenende sei eine weitere Promotionsaktion geplant, schließlich sei Hannover mit der Bahn nur eine Stunde von Kassel entfernt. Außerdem wird auf Plakatflächen in Kassel für die hannoversche Ausstellung geworben. Bereits seit den ersten Eröffnungstagen der documenta besuchten vermehrt ausländische Besuchergruppen und Fachbesucher die Ausstellung in Hannover, sagte eine Sprecherin des Sprengel Museums.

Am Sonntag seien mehrere Galeristen aus New York, Los Angeles und Paris angereist, am kommenden Wochenende besuchten Kunstsammler aus Israel die Schau in Niedersachsen. Vom Gewicht her sind beide Ausstellungen kaum vergleichbar: Die Teilnehmerliste der documenta umfasst knapp 300 Namen, rund 750.000 Besucher werden erwartet. „Made in Germany“ präsentiert gut 40 Künstler, gerechnet wird mit rund 60.000 Gästen.

Quelle: mydocumenta

Rubriklistenbild: © dpa

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