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Studio Raamwerk sammelt Ideen für eine moderne Stadtentwicklung

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Ehemaliges Speditionsgebäude an der Hafenstraße 76 in Kassel
So sieht es derzeit an der Hafenstraße 76 aus. Hier soll ab 2023 ein neues Viertel entstehen. © Pia Malmus

Am Kasseler Hafen soll ein Ort für Wohnen, Arbeiten, Kunst, Kultur und Soziales entstehen. Das Studio Raamwerk ist bei der Entwicklung des Hafenviertels für die Beteiligung zuständig.

Kassel – Momentan stehen am Kasseler Hafen viele Gebäude leer. Noch wird eines von ihnen als documenta-Standort genutzt, doch schon bald soll ein neues Viertel mit einer zukunftsorientierten Idee entstehen.

Das Studio Raamwerk begleitet den Planungsprozess des Hafenviertels. „Wir wollen das Projekt auf die Landkarte gerade auch der Kreativschaffenden setzen. Wir verstehen uns als Knotenpunkt zwischen verschiedenen Akteur*innen, wir versuchen immer Kooperationsprozesse anzustoßen“, erklärt Samson Kirschning, der Geschäftsführer von Raamwerk. Akteure seien unter anderem auch die Besitzer und die Bewohner der Unterneustadt. Durch Mini-Workshops und Partizipationsformate hat Raamwerk die Beteiligten des Projektes miteinander ins Gespräch gebracht.

Raamwerk möchte Akteure miteinander ins Gespräch bringen und Kreativschaffende stärker miteinbinden. Das Studio veranstaltete dazu die „KuSoKu“, um die Ideen für das Hafenviertel zusammenzutragen. Damit sind Veranstaltungen unter dem Motto „Kunst, Soziales, Kommerz“ gemeint.

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Samson Kirschning ist der Geschäftsführer des Studios Raamwerk in Kassel.
Samson Kirschning ist der Geschäftsführer des Studios Raamwerk in Kassel. © Iona Dutz

Doch welche Ziele sollte moderne Stadtentwicklung haben? „Sie sollte so aussehen, dass die Wege innerhalb der Stadt möglichst kurz sind, sodass sie zu Fuß, mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad erledigt werden können“, sagt Kirschning. So sollen Räume für Begegnungen geschaffen werden und es soll vielfältige kulturelle Angebote geben, um eine hohe Lebensqualität zu schaffen.

Für den Raamwerk-Geschäftsführer ist wichtig, dass die Stadt sich gut auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet, konkret auf die des Klimawandels. „Es geht darum, dass wir so gut es geht Ressourcen einsparen und uns auf die Dinge konzentrieren, die wichtig sind. Dazu zählen das solidarische Miteinander und unsere sozialen Beziehungen.“

Andere Ziele seien niedrige Mieten und keine Barrieren zwischen Arm und Reich. „Für mich ist wichtig, dass Mitgestaltung möglich ist, dass Beteiligung ernst genommen wird und auf die Bedürfnisse der Bürger*innen eingegangen wird, sodass alle mitgenommen werden in dem Prozess“, betont Samson Kirschning.

Von einem neuen modernen Stadtviertel wie dem Hafenviertel würden viele profitieren. „Nicht nur die Anwohnenden, sondern auch Besucher*innen, die sich anschauen können, wie ein Leben in der Zukunft aussehen könnte.“ Raamwerk verspricht sich von dem Projekt, dass am Hafen ein neues Stadtviertel für Kassel mit Vorbildfunktion entsteht. Es soll erfahrbar werden, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte. „Wir wünschen uns, dass dort viele spannende Akteure zusammenkommen und das Viertel beleben“, sagt Samson Kirschning.

Daher finden sich in den Planungen für das neue Hafenviertel viele Konzepte moderner Stadtplanung. Darunter etwa die kurzen Wege, wodurch Ressourcen eingespart werden können. Die Kultur soll neu belebt werden. So könnte zum Beispiel ein Mitgliederladen dort entstehen.

Ob diese Planungen aufgehen, wird die nahe Zukunft zeigen. Bereits 2023 sollen die ersten Bauarbeiten auf dem ehemaligen Speditionsgelände an der Hafenstraße 76 beginnen. (Nora Fiegenbaum)

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