Kassel soll sich den Kunstfreunden von seiner schönsten Seite präsentieren - Stadtreiniger verstärken Team in der Innenstadt

Kassel putzt sich für die documenta-Gäste heraus

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Sorgen in der Innenstadt für Sauberkeit: Die Stadtreiniger Heinrich Nelle (links) und Ercan Solar sammeln Müll vor dem Fridericianum auf. Foto: Schachtschneider

Kassel. Besucher aus aller Welt werden während der documenta nicht nur kritische Blicke auf die Kunstwerke, sondern auch auf die Stadt werfen. Ob sie ihnen standhalten kann, hängt auch von der Sauberkeit ab.

„Ich gehe davon aus, dass die Innenstadt picobello ist“, sagt Birgit Knebel, Pressesprecherin der Stadtreiniger. Auf Kassels gute Stube lege man großen Wert.

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Deshalb wollen die Stadtreiniger zur documenta ihr Team weiter verstärken. Während der 100 Tage werden laut Knebel zwei Mitarbeiter mehr in der Innenstadt unterwegs sein. Ihr Einsatzgebiet ist die Meile vom Kulturbahnhof zur Orangerie, die Unterführung an der Trompete und die Gastronomiemeile. Dort werden auch zusätzliche Abfallbehälter aufgestellt. „Wir wollen zeigen, wie schön sauber unsere Stadt ist“, sagt Knebel. „Wir sind gut vorbereitet.“ Die Hinterlassenschaften des Stadtfestes, das über Pfingsten 500 000 Menschen anzog, seien längst beseitigt.

„Wir haben die Stadt in den vergangenen Wochen und Monaten für die documenta 13 herausgeputzt“, sagt Rathaussprecher Sascha Stiebing. Die Kurfürstenstraße biete nach dem Umbau nun ein ansprechendes Entree, die Königsstraße habe teilweise einen neuen Plattenbelag bekommen. Grünflächen und Parks seien herausgeputzt, Blumenkübel in den Stadtfarben bepflanzt, die Treppenstraße gereinigt und die Städtepartnerschaftstafeln an den Ortseingängen erneuert. „In der nächsten Woche werden wir noch das eine oder andere auf den Weg bringen“, sagt Stiebing. Damit sich die Gäste in Kassel wohlfühlen, sollen unter anderem die Hinweisschilder in der Unterführung an der Trompete ausgetauscht werden. Die Parkhausgesellschaft will das Parkhaus Garde-du-Corps-Straße noch auf Vordermann bringen.

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Die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) bereitet sich ebenfalls auf den Ansturm der Kunstfreunde vor, die in Scharen in die Karlsaue pilgern werden. In der barocken Parkanlage werden viele Kunstwerke zu sehen sein. „Wir rechnen mit bis zu 10 000 Menschen am Tag“, sagt Dr. Gisela Bungarten, stellvertretende MHK-Leiterin. „Wir wollen uns von unserer schönsten Seite präsentieren.“ Kurz vor Beginn der documenta würden die Gärtner deshalb die Graffiti am Marmorbad, an der Mahler-Treppe, der Balustrade vor der Orangerie und an der Rosenhang-Mauer entfernen. Die Wege, die während der Aufbauarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, seien bereits instand gesetzt. „Es waren starke Furchen entstanden.“ Damit der Park im besten Licht erscheint, wurde auch verstärkt Totholz entfernt. Die documenta GmbH muss in der Karlsaue zudem zusätzliche Mülleimer aufstellen und den Abfall entsorgen. „Unsere Kollegen aus der Gartenabteilung sind so stark wie belastet wie noch nie im Vorfeld einer documenta“, sagt Bungarten.

Quelle: mydocumenta

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