Kontroverse Debatte lange vor Eröffnung

Kommentar zur documenta 14: "Hilgens Spiel mit dem Feuer"

Kasseles Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Aufsichtsratsvorsitzender der documenta GmbH, hat eine Stellungnahme zur documenta 14 abgegeben. Athen findet er als Austellungsort "ausgesprochen interessant". Ein Kommentar von Jan Schlüter, dem stellvertretenden Chefredakteur der HNA.

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Eine kontroverse Debatte schon vor der Eröffnung hat jeder documenta gut getan. Künstlerische Freiheit, neue Sichtweisen auf die Weltkunstausstellung – alles schön und gut. Wenn aber das Interesse an den Kunstwerken von Kassel weggelenkt wird, ist dies ein gefährliches Spiel mit dem Feuer.

Verantwortlich ist hier an erster Stelle Bertram Hilgen als Aufsichtsratschef der documenta. Weder ist die Ausstellung automatisch provinziell, wenn sie ausschließlich in Kassel stattfindet, noch ist sie automatisch weltgewandt, nur weil sie in Griechenlands Hauptstadt startet.

Das Risiko liegt darin, dass schon vorab ein beträchtlicher Teil der Werke in Athen zu sehen sein wird. Von der üblichen Spannung zur Eröffnung, mit der abertausende Kunstinteressierte nach Kassel blickten, droht nicht viel zu bleiben.

Mail an den Autor unter: jas@hna.de

Quelle: mydocumenta

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