„Have a nice day“ - Langes Warten auf den Weltstar

Kassel. Mitunter lohnt es sich zu warten. Diese Erfahrung haben am Donnerstagabend auch die 20-jährige Nadine Schmidt aus Kassel und ihre Freundin Linda Grimme gemacht.

Von 19 bis 23 Uhr standen die beiden vor der Osteria an der Jordanstraße. Drinnen speiste der amerikanische Schauspieler Brad Pitt mit Freunden. Etwa zehn junge Mädchen drückten sich währenddessen am Fenster die Nasen platt.

Nach vier Stunden hatte der 48-jährige Weltstar ein Einsehen. Er ließ sich mit Nadine und Linda fotografieren. Anschließend sagte er zu ihnen: „Have a nice day.“ Einen schönen Tag hatten die beiden gestern ganz bestimmt. In die Nacht verschwanden Pitt und seine Begleiter durch das Weinlager des Italieners, über das Theaterstübchen auf das Königstor. Übernachtet hat der Lebensgefährte von Angelina Jolie übrigens im Pentahotel am IC-Bahnhof.

Brad Pitts zweiter Tag in Kassel

Freitagvormittag war dann wieder Kunst angesagt: documenta-Halle, Naturkundemuseum, zwischendurch Essen im Restaurant Pfeffermühle und schließlich noch ein Besuch im Weinberg.

Dass Brad Pitt wirklich an Kunst und Kultur interessiert ist, davon konnte sich Dr. Kai Füldner, Leiter des Naturkundemuseums, überzeugen. Am Vormittag bekam er einen Anruf, dass sich Brad Pitt in einer Viertelstunde die documenta-Kunst im Ottoneum anschauen wird. Nach 20 Minuten war der Hollywood-Schauspieler da.

Haben vier Stunden vor der Osteria gewartet: Nadine Schmidt (links) und Linda Grimme bekamen am Donnerstagabend doch noch ein Foto mit Brad Pitt.

Er betrachtete nicht nur die Neufassung der Schildbach’schen Holzbibliothek des documenta-Künstlers Mark Dion, sondern lauschte auch Füldners Ausführungen über den Goethe-Elefanten (Pitt fotografierte das Skelett) und das Ottoneum. Der Amerikaner sei beeindruckt gewesen, dass er sich im ältesten Theatergebäude des Kontinents aufgehalten habe.

Füldner beschreibt den Schauspieler als entspannten und konzentrierten Museumsbesucher. „Wir haben uns gefreut, dass so jemand an unserer Arbeit wirklich Interesse hat.“ Seine Kolleginnen, die Präparatorinnen, seien übrigens sehr neidisch auf ihn gewesen, sagt der Museumsdirektor. „Ich durfte ihm zweimal die Hand geben.“

Neben der documenta-Halle: HNA-Redakteurin Ulrike Pflüger-Scherb ergriff die Gelegenheit, sich mit Brad Pitt fotografieren zu lassen. Foto:  Fischer

Der 28-jährigen Lisa Jehn aus Gudensberg legte der prominente Gast sogar kurzzeitig die Hand auf die Schulter. Zuvor war die junge Frau von einem Bodyguard angeraunzt worden, ob sie nichts Besseres zu tun habe, als Brad Pitt zu fotografieren. Pitt gab sich derweil ganz locker und sagte: „It’s okay.“

Mehr als okay reagierte Pitt, als er aus der documenta-Halle kam. Er war sofort bereit, sich mit Fans fotografieren zu lassen. Diese seltene Gelegenheit nutzte auch die Autorin dieses Artikels und bekam daraufhin verdächtig viele Anrufe und Besuche von Kolleginnen in der Redaktion, die ihren Neid schwer verbergen konnten. Wie sieht er wirklich aus? Wie riecht er? Wie groß ist er? Wann heiratet er?

Zeit für einen Plausch hatte der von Bodyguards bewachte Hollywood-Star übrigens nicht. Zudem sind auch Journalistinnen mitunter perplex. Manchmal hält man besser nur den Mund und genießt den Augenblick. Für ein Foto mit Brad Pitt.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Quelle: mydocumenta

Rubriklistenbild: © privat

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