Leser finden noch mehr Inspiration für Giuseppe Penones Werk „Ansichten eines Steins“

In Melbourne hängt eine Kuh im Baum

Artverwandt: John Kellys „Cow Up a Tree“ in Melbourne und Giuseppe Penones „Ansichten eines Steins“ in der Aue. Fotos:  privat/Homburg

Kassel. Documenta ist überall. Zumindest entdecken unsere Leser immer wieder Kunstwerke, die sie an Giuseppe Penones Stein im Bronzebaum erinnern. Elvira Kroll aus Schauenburg schickte uns zum Beispiel das Foto der Skulptur „Cow up a tree“, die sie am Victoria-Hafen in Melbourne entdeckt hat.

Die Skulptur aus Stahl, Bronze und Gummi stammt vom australischen Künstler John Kelly und existiert in drei Versionen. Unter anderem war die verirrte Milchkuh 1999 auf den Pariser Champs Élysées zu sehen und sorgte dort für internationale Aufmerksamkeit. Es ist also nicht ganz abwegig anzunehmen, dass Penone die Skulptur schon einmal gesehen hat.

In einem anderen Medium wähnt Josef Mense aus Kassel die Inspiration für Penones Werk. Er schickte uns die Geschichte von der Steinpalme - eine nordafrikanische Erzählung, die seit Generationen weitergetragen wird.

Darin geht es um eine Palme, die einen rötlichen Stein in ihrer Krone trägt. Als sie noch als Sprössling in der Wüste stand, brach neben ihr ein verdurstender Wanderer zusammen. Aus Wut darüber, dass die Pflanze überleben konnte, während er vor Hitze verging, schmetterte er einen Felsbrocken auf die zarte Jungpflanze. Doch die Palme sammelte alle Kraft und wuchs einfach mit dem Stein weiter. Mense schreibt: „Dazu würde die (noch) unscheinbare Palme passen, die Penone neben seinen Baum gesetzt hat.“ (str)

Quelle: mydocumenta

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