Wie kam es zu den Problemen?

Millionendefizit bei der documenta: Landtag soll eingeschaltet werden

Millionenverlust bei der documenta 14: Nun soll sich der Landtag in die Aufarbeitung einschalten. Kuratiert worden war die documenta von Adam Szymcyk. 

Kassel/Wiesbaden. Wie kam es zum Millionendefizit bei der documenta 14? Wer kontrollierte was, wie müssen Konsequenzen aussehen? Das soll nun Thema im Landtag werden. 

Zum „Rätsel um das Defizit bei der documenta“ stellt die FDP-Landtagsfraktion einen Dringlichkeitsantrag zur nächsten Sitzung des Haushaltsausschusses. Der Umgang mit Steuergeld müsse aufgeklärt, die Verantwortlichkeiten müssten klar benannt und Konsequenzen gezogen werden, fordert der haushalts- und finanzpolitische Fraktionssprecher Jörg-Uwe Hahn.

Die Landesregierung habe Vertreter im documenta-Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung, betonte Hahn. Es sei sehr verwunderlich, wie bei der d14 mit Steuergeldern umgegangen worden sei. „Ohne jegliche Kostenkontrolle und ohne Informationen an den Aufsichtsrat wurden erhebliche Budgetüberschreitungen vorgenommen.“ Das müsse Konsequenzen haben, zumal der Weltkunstausstellung und der Kulturpolitik erheblicher Imageschaden zugefügt worden sei.

Kritik übt Hahn an Hessens Kunstminister Boris Rhein (CDU) und an Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD): „Die Erklärungen der beiden Aufsichtsratsvorsitzenden waren bislang eher eine Enttäuschung und nicht geeignet, Vertrauen wieder herzustellen.“ Deshalb, so Hahn weiter, müsse nun Finanzminister Schäfer detailliert berichten, welche Folgen die Bürgschaft für das Land habe und welche Konsequenzen bei der documenta gGmbH zu erwarten seien. 

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