Nur noch der Parthenon steht 

Vorher-Nachher-Ansicht: documenta in interaktiven Bildern

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Der Abbau hat begonnen: Das Gerüst des Parthenons wird bis kommende Woche abgebaut.

Kassel. Der Abbau der documenta-Kunstwerke ist weit fortgeschritten - wie sich was verändert hat:

Die documenta 14 ist längst Geschichte, die letzten Außenkunstwerke verschwinden nach und nach. Das Marmorzelt auf dem Weinberg wurde ebenso abgebaut wie die Blutmühle vor der Orangerie, die lebende Pyramide in der Nordstadt und die Röhren von Hiwa K auf dem Friedrichsplatz. Auch die Säcke an der Torwache sind verschwunden. 

Nur das größte und wohl beliebteste Kunstwerk, der Parthenon der Bücher, ist zumindest als Gerüst noch vorhanden. Alle 67.000 Bücher wurden mit einer für Kassel wichtigen Ausnahme bis zum letzten d14-Wochenende vor zweieinhalb Wochen verteilt. 2000 Bücher des Kunstwerks von Marta Minujín gehen an die Stadtbücherei. Ab 2018 werden sie am neuen Standort der Bibliothek im Viktoria-Hochhaus an der Rathaus-Kreuzung präsentiert. 

Marta Minujíns "Parthenon der Bücher" 

Die verbotenen Bücher sind längst abgehängt, am Mittwoch begann der Abbau der 70 mal 30 Meter großen Gerüstkonstruktion. Das machen Fachleute der weltweit tätigen Schweitzer Firma Nüssli. Wenn das Wetter halbwegs mitspielt, soll das Gerüst bis Mitte kommender Woche abgebaut sein. Es geht um geschätzte 100 000 Stangen, Streben und Verbindungen, die das Team abschrauben und verladen muss.

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Marmorzelt von Rebecca Belmore

Auf dem Weinberg ist neben der Bodenplatte nur noch eine graue Fläche im ansonsten grünen Rasen übrig geblieben. Dafür haben die vielen Besucher am Marmorzelt gesorgt. Das Zelt war nach Abschluss der documenta in Athen nach Kassel gekommen. Es ist das Werk der kanadischen Künstlerin Rebecca Belmore, die es in ihre Heimat transportieren lässt. Das Fundament soll in den nächsten Tagen entfernt werden.

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"When We Were Exhaling Images" von Hiwa K

Die Röhren von Hiwa K, die von Kasseler Kunststudenten als Schlafraum, Lesezimmer, Bad und auch zu einer Kneipe ausgestaltet wurden, sind komplett entfernt. Ein Kran steht noch am Rand der eingezäunten Baustelle auf dem Friedrichsplatz. Auch hier gibt es ein Fundament, das noch entfernt werden muss. Danach wird die Fläche wieder durchgehend gepflastert. Von der documenta-Kunst ist dann nichts mehr zu sehen.

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„The Living Pyramid“ von Agnes Denes

Da wächst Gras drüber. Zumindest demnächst. Von der lebenden Pyramide in der Nordstadt ist schon so gut wie nichts mehr zu sehen. Neun Meter lang, neun Meter breit und neun Meter hoch war das bewachsene Kunstwerk von Agnes Denes. Viele Besucher durften sich zum Ende der documenta eine oder mehrere Pflanzen mitnehmen. So lebt die grüne Kunst aus dem Nordstadtpark in vielen Gärten weiter.

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Videos zu allen Kunstwerken gibt’s hier.

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