Suche nach weiteren Standorten in der Nordstadt

Nicht nur die üblichen Museen: documenta will auch in die Hauptpost

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Nicht gerade ein architektonisches Schmuckstück: Die documenta 14 soll offenbar auch in der Hauptpost stattfinden.

Kassel. Die documenta 14 wird auch in der Kasseler Nordstadt stattfinden. So soll das Gebäude der Hauptpost an der Unteren Königsstraße im Sommer offenbar Ausstellungsort werden.

Außerdem wird die ehemalige Produktionshalle der Firma Gottschalk, die heute der Universität gehört, während der documenta eine Stätte der Kunst. Darüber hinaus sind weitere Standorte in der Nordstadt geplant.

Die Ausstellung solle nicht nur in den üblichen Museen in der Innenstadt stattfinden, sagte documenta-Mitarbeiterin Ayse Güleç am Donnerstag im Ortsbeirat Nord-Holland. „Wir suchen noch nach Objekten in der Nordstadt.“ Dabei sei man vor allem an dem Bereich bis zum Philipp-Scheidemann-Haus/Halitplatz interessiert.

Vermittlungarbeit

Nicht nur die Kunst, auch die Vermittlungsarbeit soll im Stadtteil präsent sein. Unter anderem sei ein „Zuhör-Laboratorium“ geplant, sagte Anton Katz, ohne auf Details dazu einzugehen. Dafür sei man auf der Suche nach zentral gelegenen Räumlichkeiten. „Für die Vermittlung ist wichtig, dass viele Menschen dort vorbeikommen.“ Die documenta suche ausdrücklich den Dialog mit vielen Menschen – nicht nur in den 100 Tagen der Ausstellung, sondern bereits jetzt, betonte Katz: „Wir wollen von den Menschen lernen.“

Dabei ist offenbar gerade die Nordstadt für die Ausstellungsmacher interessant. Bereits vor einem Jahr hatte Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter der d14, seine Faszination für den Stadtteil zum Ausdruck gebracht, der von einem hohen Ausländeranteil, viel Industrie und der wachsenden Universität geprägt ist. Mit den vorhandenen Strukturen wolle Szymczyk arbeiten, berichteten die documenta-Mitarbeiter.

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