Öffentliche Kunstwerke

Obelisk ist enthüllt: So laufen die documenta-Bauarbeiten

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Markantes Bauwerk: Auf dem Königsplatz zieht der am Montag enthüllte Obelisk alle Blicke auf sich.

Kassel. Keine drei Wochen sind es bis zum Start der documenta 14 in Kassel. Fast täglich ändert sich das Erscheinungsbild der Stadt. Ein Überblick.

Obelisk auf dem Königsplatz

Stand der Dinge: Die Beton-Installation des US-Künstlers mit nigerianischen Wurzeln Olu Oguibe hat mit rund 16 Metern ihre Endgröße erreicht. Die Planen rund um das Kunstwerk wurden am Montagvormittag abgenommen, am Nachmittag schließlich wurde auch das Gerüst abgebaut. Es gibt nun also freie Sicht auf den Obelisken. Er dürfte eines der Wahrzeichen der documenta 14 werden.

So geht es weiter: Die Platten, die das Kunstwerk verkleiden, sind noch in Arbeit. Sie werden mit einem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium in Deutsch, Türkisch, Englisch und Arabisch beschriftet: „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt.“

Verhüllte Torwache

Stand der Dinge: Es ist alles bereit, um die Verhüllung mit Jutesäcken zu beginnen und das Kunstwerk des Ghanaers Ibrahim Mahama fertigzustellen. Am Montag liefen die letzten Vorarbeiten, Alurohre und Verstrebungen wurden an den beiden Häusern links und rechts der Wilhelmshöher Allee angebracht. Interessant: Schon da liefen vereinzelt Fotografen umher, weil sie dachten, es ginge los.

So geht es weiter: Ab dem heutigen Dienstag – so heißt es – soll die Torwache mit Jutesäcken verhüllt werden. Die Arbeiten dauern dann etwa vier bis fünf Tage Tage lang. 

Mühle des Blutes vor der Orangerie

Stand der Dinge: Die sechs Meter hohe Skulptur Mühle des Blutes („Mill of Blood“) des mexikanischen Künstlers Antonio Vega Macotela vor der Orangerie in der Aue ist fast fertig. Sie ist ein Nachbau einer überlieferten Bauanleitung für eine Mühle, mit der in Bolivien Silbermünzen hergestellt wurden – auch durch die Kraft von Sklaven.

So geht es weiter: Nach noch einigen Restarbeiten wird auch hier der Bauzaun bald verschwinden.

Kunst vor der Orangerie: Die Aufbauarbeiten des Werkes „Mühle des Blutes“ sind fast abgeschlossen.

Pyramide im Nordstadtpark

Stand der Dinge: Der Aufbau der neun mal neun Meter großen Pyramide im Nordstadtpark ist annähernd abgeschlossen. Es fehlt nur noch an Kleinigkeiten. 

So geht es weiter: In den nächsten zwei Wochen soll „The Living Pyramid“ der in Budapest geborenen und in New York lebenden Künstlerin Agnes Denes mit Leben erfüllt, genauer gesagt befüllt werden: Mit verschiedenen Pflanzen bestückte Schieferkästen sollen die Stufen ergrünen und erblühen lassen.

Pfad in der Aue

Stand der Dinge: Mit seinem Pfad, der eine Schneise in die Grünfläche schlägt, will Lois Weinberger die strenge Ordnung des barocken Parks durchbrechen. Diese Arbeiten für das Werk „Ruderal Society - excavating a garden“ sind bereits abgeschlossen.

So geht es weiter: Jetzt überlässt der österreichische Künstler, der zur documenta 10 ein Gleis im Kulturbahnhof ergrünen ließ, der spontanen Vegetation auch auf dem aus dem Aushub aufgetürmten Erdhügel freien Lauf. Hier darf sich weiter etwas entwickeln.

Fachwerk nahe der Karlswiese

Stand der Dinge: Die dreidimensionale Balkenkonstruktion des Dresdner Künstlers Olaf Holzapfel ganz in der Nähe der Karlswiese ist fertig und bleibt an diesem Standort. „Trassen“ lautet der Titel der Fachwerkstudie, die zu einer Reihe von Arbeiten unter dem Titel „Zaun“ gehört und sich auch mit Grenzräumen beschäftigt.

Ansonsten gingen am Montag auch die Arbeiten für die Gastronomie etwa an der Neuen Galerie weiter.

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