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Parthenon der Bücher: Erst wird gefeiert, dann werden Bücher verteilt

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Komplettes Kunstwerk: Alle Säulen am Parthenon der verbotenen Bücher sind zumindest von außen mit Büchern bestückt. Innen fehlen allerdings noch einige Exemplare. Am Samstag soll das letzte Buch angebracht werden. © Malmus

Kassel. Am Samstag soll der Parthenon der verbotenen Bücher auf dem Friedrichsplatz vollendet werden. Danach werden die Werke verteilt.

Wenn es auf der aktuellen documenta eine Künstlerin gibt, die ein Gespür für publikumswirksame Aktionen hat, dann ist das Marta Minujín. Die 1942 geborene Argentinierin, die schon bei der Eröffnung mit ihrem neongrünen Outfit im Blickpunkt stand, kehrt am Wochenende nach Kassel zurück. Dann soll das letzte der in eine Schutzhülle eingeschweißten Bücher am Parthenon der verbotenen Bücher angebracht werden.

Aus diesem Anlass lädt die documenta zu einer Feier auf dem Friedrichsplatz ein. Die soll um zwölf Uhr beginnen, Marta Minujín hat ihre Teilnahme zugesagt.

Besucher sollen mitmachen

Das Programm soll von den Besuchern mitgestaltet werden. Wer aus einem der verbotenen Bücher vorlesen will ist ebenso willkommen wie Tänzer und Menschen, die etwas aufführen wollen. Man könne auch einfach vorbeikommen und so Teil der Feier werden. Wer mit einem Beitrag – Dauer höchstens fünf Minuten – dabei sein will, sollte sich bis Donnerstag, 7. September, 20 Uhr, per E-Mail anmelden (events@documenta.de). Das Programm soll bis zum Freitagabend stehen, mehrere Bühnen sind vorgesehen.

Bei Regen ist Parthenon gesperrt

Eine Einschränkung machen die Organisatoren: Sollte es regnen, müssen die Darbietungen wegen der Rutschgefahr im Parthenon ausfallen.

Für genau einen Tag ist das wohl größte und eindrucksvollste Kunstwerk der d14 komplett. Dann beginnt bereits der Abbau. Am Sonntag, 10. September, zwölf Uhr, beginnt Marta Minujín mit der Verteilung der Bücher. Der Parthenon der verbotenen Bücher sei ohne die große Zahl von Bücherspendern nicht möglich gewesen. Jede einzelne dieser Spenden betone den Widerstand gegen Zensur, so die documenta in einer Pressemitteilung.

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Bei der Eröffnung: Die argentinische Künstlerin Marta Minujín auf dem Friedrichsplatz. © Malmus

Buchausgabe beginnt Sonntag

Ab Sonntag kann man sich an der Buchausgabe neben dem Parthenon verbotene Bücher abholen. Sie sollen wieder in Umlauf gebracht und von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Bis zum Ende der documenta 2017 am 17. September ist die Buchausgabe täglich von zehn bis 20 Uhr geöffnet.

Der Zeitplan

Samstag, 9. September, zwölf Uhr: Feier am Parthenon der verbotenen Bücher. Das letzte Buch wird angebracht.

Sonntag, 10. September, zwölf Uhr: Die Künstlerin Marta Minujín startet die Verteilung und damit den Abbau der Bücher.

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