Lese- und Tagebuch

Prestel-Verlag kündigt zwei Bücher zur documenta an

Kassel. Ein Tagebuch statt eines Katalogs: Im Prestel-Verlag sollen im April zwei Bücher zur documenta 14 erscheinen. 163 Künstler werden vorgestellt.

Der Prestel-Verlag kündigt für April zwei Bücher zur documenta 14 an. Vorgesehen sind, jeweils in einer englisch- und einer deutschsprachigen Ausgabe, ein Lesebuch und ein Tagebuch zur Ausstellung, die am 8. April in Athen beginnt und am 10. Juni in Kassel startet und jeweils 100 Tage dauern wird.

Die Prestel-Werbung lässt Rückschlüsse auf die Themen und die Zahl der Künstler der documenta 14 zu.

Das Lesebuch 

Der „Reader“ wird sich in eigens in Auftrag gegebenen Aufsätzen und Essays, aber auch Gedichten und anderen literarischen Formen sowie wegweisenden historischen Dokumenten den Anliegen der Ausstellung widmen: „Formen von Dekolonialität und Widerstand, Schuld und Geschenk, Entortung und Enteignung, Sprache und Gewalt, Indigenität und Exil.“ Geschichte soll reflektiert werden, um einen klareren Blick auf die Gegenwart zu erhalten und die Zukunft neu zu entwerfen. Bildstrecken sollen den weitgespannten Rahmen illustrieren, den die d14 - zeitlich wie geografisch - steckt. Angekündigt sind etwa 500 Seiten im Softcover-Format für 25 Euro.

Das Tagebuch 

Insgesamt wird die d14 in Athen und Kassel an 163 Tagen geöffnet sein. Das „Daybook“ stellt an jedem Tag der Ausstellung einen Künstler vor - mit einem Text und ausgewähltem Bildmaterial. Auch hier sind unterschiedliche Zugänge der Autoren - Kritiker, Kuratoren, Dichter, Historiker - mit kritischen und literarischen Texten vorgesehen, um Einblicke in die künstlerische Praxis zu geben. Die 400 Seiten (Softcover, mit ca. 400 Abbildungen) kosten 35 Euro.

Ergänzt wird diese Publikation von zwei Broschüren für Athen und Kassel mit Informationen zu Orten und Teilnehmern sowie Karten und Werklisten. Sie sollen vor Ort frei erhältlich sein und der Buchhandelsausgabe beigelegt werden.

Der zur Verlagsgruppe Bertelsmann (Random House) gehörende Münchner Verlag kommt bei den documenta-Katalogen erstmals zum Zug. Bislang hatte überwiegend Hatje Cantz - dort hatte documenta-Geschäftsführerin Anette Kulenkampff vor ihrer Berufung nach Kassel die Leitung inne - die documenta-Publikationen herausgegeben. 2007 war Taschen der documenta-Verlag.

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