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Projekt Kurt für kulturelle Bildung im Glaspavillon an der Kurt-Schumacher-Straße ausgestellt

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Von: Amir Selim

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Im Glaspavillon an der Kurt-Schumacher-Straße: Kulturdezernentin Susanne Völker (links) neben Jugenddezernentin Nicole Maisch (vorne, zweite von links) mit Akteuren des Projekts. Die vier Mädchen Maya, Jola, Emira und Charlotte (Mitte von links) waren bei dem Projekt „Komma“ als Reporterinnen auf der documenta unterwegs.
Im Glaspavillon an der Kurt-Schumacher-Straße: Kulturdezernentin Susanne Völker (links) neben Jugenddezernentin Nicole Maisch (vorne, zweite von links) mit Akteuren des Projekts. Die vier Mädchen Maya, Jola, Emira und Charlotte (Mitte von links) waren bei dem Projekt „Komma“ als Reporterinnen auf der documenta unterwegs. © Amir Selim

Einen kreativen Raum für Kinder und Jugendliche. Dieser ist durch das Projekt Kurt entstanden. Während der documenta werden dort Workshops, Projekte und Ähnliches angeboten.

Kassel – In dieser Serie beleuchten HNA-Volontäre für die Dauer der documenta das Stadtgeschehen rund um die Kunstschau – in Texten, Videos und auf Instagram. Heute das Projekt Kurt –Kultur.Raum.Temporär für Kinder und Jugendliche.

Was machen Jugendliche, wenn sie freien Raum bekommen, um sich kreativ entfalten zu können? Diese Frage haben sich die Beteiligten des Projekts „Kurt – Kultur.Raum.Temporär für Kinder und Jugendliche“ gestellt, das kulturelle Bildung während der documenta in den Vordergrund rückt.

„Mit Kurt schaffen wir einen gut erreichbaren Kreativ-ort für junge Menschen mitten in Kassel und machen kulturelle Bildung und die Ergebnisse künstlerisch-kreativer Projekte von Kindern und Jugendlichen sichtbar“, sagt Kulturdezernentin Susanne Völker. Gemeinsam mit dem Dezernat für Jugend, Gesundheit, Bildung und Chancengleichheit sowie Kulturraum-Agentin Sarah Metz und vielen weiteren Akteuren wird das Projekt in einem Glaspavillon in der Kurt-Schumacher-Straße 31 ausgestellt. Bis Ende September gibt es Workshops, Ausstellungen und Camps für Kinder und Jugendliche zu sehen.

„Kurt ist frei von Vorgaben“, sagt Jugend- und Bildungsdezernentin Nicole Maisch. Das Projekt sei zum Ausprobieren da. „Das wird uns wertvolle Erkenntnisse über die Bedürfnisse junger Menschen nach kreativen Orten in der Innenstadt ermöglichen.“

Kinder- und Jugenangebote in Kassel wurden vernetzt

Die Idee entstand im Vorlauf der documenta, berichtet Sarah Metz. Das Ziel war, die Kinder- und Jugendangebote in Kassel zu vernetzen. Anschließend wurde nach einem passenden Ort gesucht, den die Beteiligten in dem Glaspavillon fanden.

So zum Beispiel Sebastian Fenzel vom Kommunalen Jugendbildungswerk der Stadt Kassel. Diese veranstaltet den Workshop „Unsere Welt – Ressourcen für die Ewigkeiten?“, bei dem unter anderem Jugendliche aus Griechenland, Polen und Italien beteiligt sind. „Es geht um die gemeinsame Ressourcen-Nutzung verschiedener Länder“, erklärt er. Das bedeutet Lösungen für den digitalen Raum, aber auch für die analoge Welt zu finden.

In einem anderen Workshop durften Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren Reportagen drehen. Bei dem vom Verein „Die Kopiloten“ organisierten Projekt „Komma“ haben die Kinder, nach einem Info-Tag zu den Hintergründen der documenta, Menschen zur Kunstausstellung befragt. Es standen Quizfragen auf dem Programm, aber auch von Persönlichem wie dem eigenen Lieblingskunstwerk durften Befragte erzählen. Die Fragen kamen von den Kindern selbst.

Auch den Videoschnitt übernahmen sie weitestgehend. Lediglich die Feinarbeiten wurden von den „Kopiloten“ übernommen.

Projekt evaluiert - eine Fortführung wünschen sich die Beteiligten

Weitere Projekte laufen noch bis 2. Oktober. Danach soll das Projekt evaluiert werden, sagen die Dezernentinnen. Die Erkenntnisse sollen in Zukunft bei Kulturbildung für Kinder und Jugendliche berücksichtigt werden. Ähnliche Projekte sind deshalb nicht ausgeschlossen, sagen die Beteiligten. Nur eines steht schon fest – neue Projekte müssten an einem anderen Ort stattfinden. Die Glaspavillons werden zum Ende des Jahres saniert und stehen dann nicht mehr zur Verfügung. (Amir Selim)

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