Elena Parwan ist im documenta-14-Team verantwortlich für den Bereich Veranstaltungen 

Sie organisiert die documenta-14-Pressekonferenz im Doppelpack

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Frau für Informationen: Elena Parwan arbeitet bei der documenta 14 in der Kommunikationsabteilung.

Kassel. Eine noch nie dagewesene Mammut-Aufgabe liegt vor ihr und eine Premiere in der documenta-Geschichte dazu: Zu Elena Parwans Aufgaben gehört es, gleich zwei documenta-Eröffnungswochen inklusive Pressekonferenzen mit hunderten Journalisten in Athen (im April) und in Kassel (im Juni) zu organisieren.

Elena Parwan ist im documenta-14-Team Mitglied der Kommunikationsabteilung und hier verantwortlich für den Bereich Veranstaltungskoordination. „Das sind alle documenta-Veranstaltungen, die einen öffentlichen Charakter haben“, erklärt sie. Ihr Job habe viel mit „Informationssammlung und Weiterleitung“ zu tun. Auch Sponsoren-Betreuung falle in ihr Ressort. Eine frühe Aktion sei beispielsweise der documenta 14-Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse gewesen, wo der Startschuss zur Büchersammlung für die documenta-Arbeit von Marta Minujín, „Der Parthenon der Bücher“, gefallen war.

Studiert hat die 30-Jährige Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Das Studium schloss sie mit einer Arbeit über „Postkoloniale Körper im Spannungsfeld des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes“ ab. Danach zog es die Frau, die am Bodensee aufgewachsen ist, und selber lange getanzt hat, in die Hauptstadt. „Ich bin dann wie alle nach Berlin gegangen“, sagt sie und grinst. Dort hat sie erst im Filmbereich gearbeitet und dann bewusst ihren „Fokus gedreht“.  Im Projektraum "Savvy Contemporary" („Ein Ort, der vor allem für Diskurs steht“, so Parwan) arbeitete sie mit dem kameruner Ausstellungsmacher Bonaventure Soh Bejeng Ndikung zusammen.

Den holte später documenta-Chef Adam Szymczyk als Kurator nach Kassel. Und so stieß im April vergangenes Jahr auch Elena Parwan, zum documenta 14-Team dazu.

Die Arbeit in ihrer Abteilung nehme von Woche zu Woche zu. Aber: „Auch wenn ich immer weniger Zeit habe, ich fühle mich hier einfach wohl“, sagt sie und vermittelt das Bild einer Frau, die nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist.

In Kassel habe sie sich gut eingelebt, vor allem in der Südstadt, wo sie wohnt, und wo jeder jeden zu kennen scheint: „Mit den vielen Galerien und Kunst-Orten wie Tokonoma sowie der Kunsthochschule im Stadtteil schließen sich die Kreise schnell.“ Es gefalle ihr, wenn man sich auf der Straße trifft und wiedererkennt.

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