Mit interaktiver Karte

Wie die documenta den Alltag am Friedrichsplatz verändert

Kassel. Es gibt viele Standorte, doch das Herz der documenta schlägt nach wie vor auf dem Friedrichsplatz. Wir haben uns auf das Kaufhofdach gestellt und den Blick schweifen lassen.

Vom Kiosk über die Gastronomie bis zum Container der Gepäckstation hat in diesen Tagen irgendwie alles mit der documenta 14 zu tun. Selbst der Handyladen ganz rechts unten auf unserem interaktiven Foto verzeichnet mehr Besucher als sonst. Die brauchen vom Ladekabel bis zur Prepaid-Karte alles Mögliche an Ausstattung. 

 

1) Kaufhof: Das wollen viele wissen

Sie haben zwar nur bis 20 Uhr geöffnet, trotzdem ist der Floor 14 auf dem Kaufhofdach ein Publikumsmagnet. Die häufigste Frage ist nicht die nach einer Verlängerung. „Die meisten Besucher wollen wissen, warum es auf dem Zwehrenturm qualmt“, sagt Mitarbeiterin Meagan Lyell.

2) Kiosk: Sie kaufen Briefmarken

Das Ende der Briefe und Postkarten ist schon häufiger verkündet worden. Zu unrecht. Diese Erfahrung macht Susanne Rudolph, die den Kiosk auf dem Opernplatz betreibt. Kunstmagazine, Fahrkarten (es gibt ja kein Kombiticket) und Briefmarken verkauft sie deutlich mehr als sonst.

3) Vanille&Co: Infos gratis zum Eis

Es hat sich bei den Besuchern herumgesprochen, dass die Hauptpost – die documenta hat sie Neue Neue Galerie getauft – eine spannende Adresse ist. Doch wie kommt man dahin? Diese Frage hat Diala Agrali von Vanille&Co schon häufig beantwortet. Die Info gibt es gratis zum Eis oder zur Waffel.

4) Garderobe: Parade der Rucksäcke

Wer ins Fridericianum will, gibt bei ihm den Rucksack ab, manche auch den Koffer. „Es gibt Besucher, die starten direkt vom Bahnhof durch“, sagt Niklas Greaven. Er arbeitet im Gepäckcontainer. Der ist auch Fundbüro. Brillen, Tücher, Schirme, Tickets – alles schon liegengeblieben.

5) Café Alex: Aus Afrika und Asien

So international wie im Moment ist es sonst nie im Café Alex direkt am Friedrichsplatz. „Wir hatten schon Gäste aus Marokko, Südkorea und auch aus Australien“, sagt Mitarbeiter Andreas Riegel. Die documenta belebe eindeutig das Geschäft, es mache Spaß mit den Gästen aus aller Welt.

6) Café Nenninger: Star im Gästebuch

Die Torten haben es in die Gastrotipps von Kunstmagazinen geschafft, die Künstler kommen ohnehin gern vorbei. Besonders stolz ist Chefin Verena Nenninger auf einen neuen Eintrag im Gästebuch. Da hat sich documenta-Star Marta Minujín (Parthenon der Bücher) verewigt.

Rubriklistenbild: © Koch

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