Festival "Sommer im Park" in Vellmar: Hier finden Sie das Programm

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Der krönende Abschluss: Hannes Wader tritt am 2. September beim Sommer im Park-Festival auf

Vellmar. Normalerweise ist es das erste große Festival in der Region. Dieses Jahr findet der "Sommer im Park" in Vellmar mit Rücksicht auf Ferien und die Fußball-Europameisterschaft relativ spät statt. Doch das Programm im Theaterzelt auf dem Festplatz an der Brüder-Grimm-Straße lohnt das Warten.

Hier das Programm:

Helen Schneider, ewiger„Rock’n’Roll Gypsy“, aber auch Musical- und Kabarett-Star, präsentiert im Sommer 2012 auf ihrer „Dream a little Dream“-Tour Schätze aus dem „Great American Songbook“. Sie lädt ein zu einer nächtlich-amourösen Songreise und entführt in eine zwar wohlbekannte, aber trotzdem taufrische und anregende Traumwelt. Mal ist sie Unschuldslamm, mal hat sie als Femme Fatale den „Juke Box Blues“ und folgt damit einem Song-Zyklus, der schon Ella Fitzgerald und den Mamas & Papas gut zur Stimme stand. Das schafft ein willkommenes Aha-Gefühl – genau die richtige Wahl zum Sommer im Park-Auftakt.

(Eintritt: 23 – 26 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Helen Schneider

16. August, 20 Uhr: Dieter Thomas Kuhn & Band

Freunde des schlechten Geschmacks – und das ist in diesem Fall ausnahmslos positiv gemeint - können aufatmen. Ihr Papst Dieter Thomas Kuhn kommt nach längerer Abstinenz endlich wieder zu einem Konzert nach Nordhessen. Am Donnerstag, 16. August, wird er unter dem Vellmarer Theaterzeltdach die heile Schlagerwelt der 70er-Jahre wieder auferstehen lassen -mit Schlaghosen, grellen Kleidungsfarben und breiten Kragen.

Wer immer noch glaubt, der klassische deutsche Schlager sei tot, wird an diesem Abend von der singenden Föhnwelle eines besseren belehrt.

(Eintritt: 26 – 30 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Dieter Thomas Kuhn

17. August, 20 Uhr: 1. Allgemeines Babenhäuser Pfarrerkabarett

Sie sind tatsächlich Pfarrer und in kabarettistischer Mission seit 15 Jahren in Hessen und den angrenzenden Kontinenten unterwegs. Sieben Jahre haben sind sie mit Beruf und Berufung zweigleisig gefahren, standen unter der Woche auf der Bühne und sonntags auf der Kanzel. 2004 ließ sich zunächst Clajo vom Pfarrdienst beurlauben, später dann auch Hans.

Es folgte eine Zeit als voll frei berufliche Kirchenkabarettisten. Seit 2009 ist Hans aber wieder im Pfarrdienst in Südhessen nahe Bensheim. Ihrem Humor hat das keinen Abbruch getan. Und ja, sie waren tatsächlich mal Pfarrer in Babenhausen (im Rodgau, nahe Aschaffenburg, von den Einheimischen auch „Ascheberch“ genannt).

(Eintritt: 18 – 21 Euro / HNA-Kartenservice)

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Künstler beim Sommer-im-Park-Festival

Sommer im Park - Das sind die Künstler

17. August, 22.45 Uhr: Hotel Bossa Nova

Ein Spätabendprogramm auf der Foyerbühne, ein Nachtclub-Konzert wenn man so will. Hotel Bossa Nova, das sind die portugiesische Sängerin Liza da Costa und ihre Begleitmusiker, die Freunde und Familie zugleich sind. Gesungen wird natürlich auf Portugiesisch, denn nur in dieser Sprache kann dieses einmalige Gefühl, das die Portugiesen „Saudade“ nennen, wachsen.

Eine Übersetzung dafür gibt es nicht. Gegriffe wie Traurigkeit, Wehmut, Sehnsucht und Melancholie können es annähernd umschreiben. Aber das wahre Ding ist es immer noch, „Saudade“ in einem Konzert zu erfahren. Die Uhrzeit ist dafür passend. Und wenn es gut läuft, können sich die Organisatoren vorstellen, 2013 weitere Nachtclub-Konzerte anzubieten.

(Eintritt: 18 – 21 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website des Hotel Bossa Nova

18. August, 20 Uhr: Anna Depenbusch & Band

Eines ihrer bekanntesten Lieder heißt „Tim liebt Tina“. Darin reimt sie auf das Wort „Genick“ eines, das man hier nicht abdrucken möchte. Aber so wie sie es singt, nein: flüstert, nein: haucht, da hat es gar nichts schmutziges an sich, eher schon etwas zärtliches. Und damit sind wir auch bei dem Phänomen Anna Depenbusch. Auch wenn sie über Matrosen und das Meer singt, so singt sie im Grunde genommen über Gefühle, die jeder kennt (Heimweh, Fernweh, Sehnsucht).

Anna Depenbusch steht am 18. August unterm Zeltdach

Und egal, ob sie einen Polka, Tango oder Walzer anstimmt, sie vermittelt Melancholie. Ihre Schule war die Reeperbahn, wo sie als 17-Jährige an vier Abenden in der Woche in einem Nachtclub am Spielbudenplatz vor trinkfestem Publikum auftrat. Da hat sie gelernt, was es braucht, um auf der Bühne seine Frau zu stehen. Heute, mit 34, kann sie auf eine beachtliche Karriere zurückblicken, die nicht nur „Solo“ ein Erfolg war. Wer weiß schon, dass Anna Depenbusch auch bei Orange Blue (She’s got that light“) sang, mit Andreas Bruhn (Sisters of Mercy) das erfolgreiche Chill-Out-Projekt Max Melvin initiierte oder einen Werbespot für T-Mobile schuf? Ein Phänomen halt …

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Anna Depenbusch

19. August, 20 Uhr: Ialma (Spanien)

Unter all den großartigen Künstlern im diesjährigen Sommer-im-Park-Programm ist der Auftritt der spanischen, präziser: galizischen, Sängerinnen Magali, Marisol, Natalia, Nuria und Verónica sicherlich die eigentliche Sensation. Hier gibt es auch für konzertverwöhnte Kulturmenschen noch wirklich etwas Großes zu entdecken, einen musikalischen Schatz zu heben.

Ialma verschmelzen den traditionellen Klang der galizischen Musik, die Stimmen der „Cantareiras“ (Sängerinnen), Dudelsack (in Galizien erfunden) und Akkordeon mit Elektro-Beats und dem Instrumentarium einer Rock-Band. Ihre Fassung von „Under the Bridge“, im Origional von den Red Hot Chili Peppers, klingt zunächst, als käme der Song aus einer archaischen Welt. Erst mit dem Einsatz des ganzen Chores beim Wiederholen des Refrains wird der Hörer ins Hier und Heute gebeamt, ohne das die Grundstimmung sich ändert. Eine kleine Meisterleistung. Ebenso ihre Interpretation von „Walk like an Egyptian“, das bei Ialma natürlich „Dance like a Galician“ heißt. Und dies ist alles noch nichts gegen ihre Eigenkompositionen. Ein einzigartiges Erlebnis.

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Ialma

20. August, 20 Uhr: Cäthe & Band

Aufgewachsen in der Provinz zwischen Berlin und Magdeburg, siedelte Catharina Sieland – so heißt Cäthe amtlich – mit ihren Eltern im Alter von sieben Jahren in das reizvollere „Ländle“ Baden-Würtemberg. Mit zwölf hatte sie ihre musikalische Erweckung mit einem Song von Janis Joplin im Autoradio, bekam von Papa eine Gitarre geschenkt und feierte zwei Jahre später ihren ersten öffentlichen Auftritt in einem Lokal namens Bobby Brown. Vieles ist geschehen seither. Zwischendurch arbeitete Cäthe als Barfrau, Weihnachtsfrau und Flohmarktverkäuferin, um sich ihr musikalisches Hobby bzw. eine Musikausbildung finanzieren zu können.

Heute lebt sie von der Musik, kann nach nur einem Album schon auf Fernsehauftritte in den besten Shows zurückblicken (u.a. Harald Schmidt, Neo Paradise, Inas Nacht) und eine erfolgreiche erste Tournee, der sich jetzt eine zweite anschließt. Geblieben ist ihre punkige Attitüde und ihre Neigungen, fast ausnahmslos autobiografische Texte zu schreiben. Die singt sie mit einer irgendwo zwischen Alannah Myles und Pat Benatar angesiedelten Stimme. Kein Wunder, dass ihre Klickzahlen bei You Tube mittlerweile im höheren sechsstelligen Bereich liegen.

(Eintritt: 19 – 21 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Cäthe

21. August, 20 Uhr: Heißmann & Rassau

Nein, die Klamotten, die Volker Heißmann und Martin Rassau, alias Waltraud und Mariechen, zum Beispiel bei ihren Auftritten als Witwen im Musikantenstadl tragen, die kann man nicht in einem Second Hand Laden kaufen. Die bekommt man dort höchstens geschenkt (aus Mitleid). Scherz beiseite, die Beiden sind eines der erfolgreichsten Comedy- Duos in Deutschland, betreiben mit der „Comödie“ in Fürth das erfolgreichste Privattheater Bayerns und sind seit 25 Jahren auf der Bühne genauso zuhause wie beim Radio oder beim Fernsehen. Sie schauen dem Volk auf’s Maul und halten ihm den Spiegel vor.

Dabei sehen sie sich weniger als Kabarettisten sondern vielmehr als Nachkommen der großen Volksschauspieler wie Willy Millowitsch oder Henry Vahl.

(Eintritt: 23 – 26 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Heißmann und Rassau

22. August, 20 Uhr: Alin Coen Band

Vor fünf Jahren gründeten in Weimar Sängerin Alin Coen (damals noch Studierende der Umwelttechnik), Gitarrist Jan Frisch (Architekturstudent), Bassist Philipp Martin und Schlagzeuger Fabian Stevens (Musikstudenten) die Alin Coen Band. Von Thüringen aus eroberten sie mit ihrem manchmal an Ani di Franco erinnernden, aber im deutschsprachigen Bereich doch einzigartigen Akustik-Folk die Republik.

(Eintritt: 18 – 22 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website der Alin Coen Band

23. August, 20 Uhr: Ganz Schön Feist

Ja, es stimmt: Ganz Schön Feist sind auf Abschiedstournee. Nach 20 Jahren, 10 Alben und etwas mehr als 100 Songs wollen C., Christoph und Rainer ihre, wie sie es nennen „eheähnliche Beziehung“ beenden, Luft holen, tief durchatmen und dann …?

Doch bevor es so weit ist, wollen sie noch einmal dort auftreten, wo sie einige ihrer größten Erfolge feierten. Mit diesem Auftritt geht eine Ära zu Ende, doch Tränen sind nicht erwünscht. C., Christoph und Rainer wollen noch einmal richtig Spaß mit ihrem Publikum haben und versprechen einen Abend, den niemand, weder vor noch auf der Bühne je vergessen wird.

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Ganz Schön Feist

24. August, 20 Uhr: Jürgen Becker

Jürgen Becker kommt am 24. August nach Vellmar

Eines ist an diesem Abend jetzt schon sicher: „Der Künstler ist anwesend“ – denn so heißt das neue Programm des Kölner Kabarettisten, der sich diesmal die Welt der Kunst zum Thema seiner ironischen und humorvollen Betrachtungen auserkoren hat. Denn die Kleinkunst eines Jürgen Becker hat gegenüber der bildenden Kunst einen großen Nachteil: Einen Kabarettisten kann man nun mal nicht übers Sofa hängen.

Dennoch kann Kleinkunst auch bildende Kunst sein. Wenn Jürgen Becker mit rheinischer Gelassenheit durch die großen und kleinen Irrungen und Wirrungen führt, die unseren Alltag bestimmen. Abgesehen davon hat er bei den Recherchen für sein Programm berühmte Künstler wie Rubens und Rembrandt begutachtet. Sein Fazit: „Alles prima Maler sind dat!“

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Jürgen Becker

25. August, 20 Uhr: Jan Plewka & Die Schwarz-Rote Heilsarmee

Rio Reiser wurde als Sänger von Ton Steine Scherben und Komponist von „Revolutions-Klassikern“ wie „Keine Macht für Niemand“ oder „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ bekannt. Tribut-Bands, die mit Rio Reiser/Scherben-Tribut-Programmen durch die Lande ziehen, gibt es einige.

Doch keine ist vergleichbar mit der Schwarz-Roten Heilsarmee und ihrem Frontmann Jan Plewka. Das hat gleich mehrere Gründe: Die Heilsarmisten stellen nicht die Scherben-Zeit sondern den späteren, romantischen Rio Reiser in den Mittelpunkt ihres Programms – jenen Rio, der Ewigkeitsballaden wie „Für immer und Dich“, „Junimond“ oder „Halt Dich an Deiner Liebe fest“ schrieb. Hinzu kommt, dass Jan Plewka (ehemaliger Sänger von Selig) nicht nur ein begnadeter Interpret sondern auch ein großartiger Schauspieler (Bumerang-Bumerang, Der Pirat, Alles Lüge) ist, er den Rio also ganz anders lebt und darstellt, als andere: Ganz dicht am Idol, aber trotzdem Jan Plewka.

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Jan Plewka

26. August, 11.30 Uhr: Matinée mit Konrad Beikircher

Das schafft nur einer wie Konrad Beikircher: Eine rheinische Trilogie zu schreiben, mit deren –bitte aufpassen- elften Teil, „Schön ist es auch anderswo“ er jetzt auf Tournee ist. Auch Nicht-Rheinländer werden lachen, wenn Beikircher aberwitzige Sprach-Klassiker in aktualisierter Form zu Gehör bringt und Sachsen, Schwaben und Bayern auf den Mund schaut, „wie die dat denn machen, dat die so sprechen wie sie sprechen?“ Genau das richtige Programm für einen Sonntagmorgen.

(Eintritt: 17 Euro / HNA-Kartenservice)

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26. August, 19 Uhr: Die Kernölamazonen (Österreich)

Caroline „Caro“ Athanasiadis und Gudrun Nikodem-Eichenhardt sind die Kernölamazonen Anacilea und Venatrix. Ein unglaubliches Duo, das auf seiner musikalischen Reise Liebe und Kernöl verbreiten und nebenbei männliche Leckerlis erobern will. Sehr zum Unmut ihres musikalischen Begleiters Bela.

Denn die beiden Amazonen verlieben sich in Paris, tanzen am Broadway, frieren in Alaska, jodeln in der Schweiz, finden Tarzan in Afrika und schunkeln in St. Kathrein – eine schier unwiderstehlich charmante Mischung aus Kabarett und Revue, unkonventionell und umwerfend komisch.

(Eintritt: 18 – 21 Euro / HNA-Kartenservice)

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27. August, 20 Uhr: Bernd Stelter

Und wieder mal eine Meldung aus der Rubrik „Kaum zu glauben, aber wahr“: Bernd Stelter begann seine Bühnenkarriere keineswegs als Entertainer sondern als politisch engagierter Liedermacher. Danach avancierte er zum Radiomoderator und landete schließlich im Team des humorvollen Wochenrückblicks „Sieben Tage, sieben Köpfe“. Es folgten die eigene Fernsehserie „Bernds Hexe“ und erste Auftritte beim Kölner Karneval.

Bernd Stelter assoziiert man heute überall in Deutschland mit „guter Laune“ und genau das ist sein Anliegen. „Wenn jemand zu mir in die Show kommt und anschließend fröhlich die Veranstaltung verlässt, dann habe ich Erfolg gehabt“, sagt er. Und da die Krankenkassen nicht flächendeckend zur Kostenübernahme von Gesichtskorrekturen verpflichtet werden können und auch zehn Minuten Kopfstand täglich nicht reichen, um eingegrabene Mimikfalten aufzulösen, zieht er jetzt wieder von Stadt zu Stadt, um den Titel seines Programms in die Realität umzusetzen: „Mundwinkel hoch!“

(Eintritt: 23 – 26 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Bernd Stelter

28. August, 20 Uhr: Viva Voce & Carrington-Brown

Ihre Fangemeinde wächst und wächst. Etwa 15 Jahre ist es her, dass sich fünf junge Männer aus dem Ensemble eines Knabenchors unter dem Namen "Viva Voce" zusammenschlossen, um mit Vokalkunst zu unterhalten, zu packen, zu rühren und zu begeistern. Chorknaben sind Heiko, David, Basti, Jörg und MaTe schon lange nicht mehr. Sie haben die Welt von China bis Chile bereist und so ziemlich alles ausprobiert, was musikalisch ohne Instrumente möglich ist … wobei das nur äußerlich stimmt. Denn ihre Stimmen werden in jedem Konzert zu faszinierenden Instrumenten. Man muss es gehört haben, um es zu glauben.

Die zweiten Stars an diesem Abend sind Carrington-Brown und Joe. Denn so heißt das Cello, das Rebecca Carrington spielt. Zusammen mit Partner Colin Brown repräsentiert sie eines der aktuell ungewöhnlichsten Paare, der Comedy-, Kabarett- und Musikszene. Sie parodieren jedes Genre, von Pop bis Oper und von Jazz bis Bollywood und das ist kein Jux. Denn Rebecca Carrington hat zuvor in Orchestern wie dem London Symphony Orchestra und dem BBC Symphony Orchestra gespielt. Colin Brown war zehn Jahre lang Mitglied der Magnets und trat mit Robbie Williams und Earth, Wind & Fire auf. Willkommen zu einem Abend auf den Schwingen des Gesangs!

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Viva Voce und Carrington-Browne

29. August, 20 Uhr: Gerburg Jahnke & Gäste

(unter anderem: Frieda Braun, Ruth Schiffer, Margie Kinsky und die Gessler Zwillinge)

Kabarett vom Feinsten mit befreundeten Künstlerinnen verspricht Gerburg Jahnke für ihren „Gäste-Abend“ im Zelt. Gerburg Jahnke war bekanntlich eine Hälfte der Missfits. Bereits seit 2009 tourt sie nun mit einem stetig wechselnden Programm unter dem Motto: „Frau Jahnke hat eingeladen“. Und ihre Fans folgen ihr getreu dem Motto: „Mal sehen, wer kommt.“

Für das Gastspiel in Vellmar gingen ihre Einladungen an Kolleginnen aus Kabarett, Comedy und Entertainment, mit denen sie das machen wird, was ihr meistens passiert: Fettnäpfchen-Hopping. Eingeladen wurden unter anderem die Gessler Zwillinge (zwei Ex-Acapickels), Margie Kinsky (Kabarettistin mit italienischen Wurzeln) und Frieda Braun (Hausfrau aus dem Sauerland). Mal sehen, wer kommt.

(Eintritt: 23 – 26 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Gerburg Jahnke

30. August, 20 Uhr: Götz Alsmann & Band

Götz Alsmann will mit eingedeutschen Chansons am 30. August erfreuen

An diesem Abend reichen sich Mambo und Musette unter dem Zeltdach die Hände. In seinem neuen Programm „Paris“ präsentieren Götz Alsmann und seine Band eine Auswahl großartiger französischer Chansons der 30er bis 60er Jahre, aufbereitet in dem für Alsmann typischen (Mambo-)Stil – und in deutscher Sprache. Das Jazzhafte der französischen Lieder aus der Goldenen Zeit des Chansons bildet mit dem exotisch-swingenden Klang des Alsmann-Ensembles eine Melange.

Natürlich ergänzen der Mann mit der Tolle und seine Musiker den Reigen ihrer Lieblings-Chansons um Fundstücke der deutschen Liederkultur, die unserer ewigen Sehnsucht nach der Stadt an der Seine, nach ihrem Charme, ihrem Esprit und ihrem Sentiment Ausdruck verleihen. Ein Album mit von Götz Alsmann & Band intonierten Chansons wird erst im Oktober erscheinen. Es gibt also viel zu entdecken an diesem Abend.

(Eintritt: 25 – 28 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Götz Alsmann

31. August, 20 Uhr: Eure Mütter

„Nix da. Leck mich. Auf geht’s“ - so nennt sich in der Tat das neue Programm des Comedy-Trios Eure Mütter. Diese Mütter sind keine Frauen sondern heißen Andi Kraus, Matze Weinmann und Don Svezia. Ihre Spezialität: Eingängige Songs, ungewöhnliche Sketche und halsbrecherische Tanzeinlagen in einem rasanten Tempo abspulen. Freunde des schwarzen Humors kommen dabei voll auf ihre Kosten, vor allem, wenn sich Eure Mütter abwechselnd der Medienlandschaft, Beziehungsfragen und … natürlich … Schoko-Eis widmen – hieß doch ihr letztes Programm „Ohne Scheiß: Schoko-Eis!“ Und das davor: „Runterschalten. Fresse halten!“. Und das davor „Schieb, Du Sau!“. Konsequent läuft ihre neue Show unter dem Motto "Schieb, Du Sau -extra!"

Man sieht: Dezente Programmtitel sind der Mütter Sache nicht.

(Eintritt: 20 – 23 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Eure Mütter

1. September, 20 Uhr: tic Theater

Die Mitglieder des tic-Theater-Ensembles gehören zu den Stammgästen beim Sommer im Park. Alljährlich präsentieren sie einen Höhepunkt aus der aktuellen Spielzeit. Diesmal ist es die Neuauflage des Musicals „Die Bruhns Brothers“, jene musikalische Geschichte über die Brüder Jacob und Elfried Bruhns aus Kassel-Rothenditmold.

Die heißen nämlich nicht nur so ähnlich, wie ein bekanntes Duo aus einem Hollywood-Kult-Film, sie tragen auch schwarze Anzüge, Hüte und Ray Ban-Sonnenbrillen. Vor allem aber lieben sie Soul- und Bluesmusik. Und nachdem sie während eines Kirchenbesuchs eine Eingebung von „ganz oben“ erhalten haben, sind sie –wie im Film- plötzlich im Auftrag des Herrn unterwegs. Viel Vergnügen mit Hits wie „Soul Man“, „Gimme Some Loving“, „In The Midnight Hour“ und weiteren Klassikern der Soul-Ära.

(Eintritt: 17 – 21 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website des theaters im centrum (tic)

2. September, 19 Uhr: Hannes Wader

Als einer der ersten hat er alten plattdeutschen Liedern neues Leben eingehaucht und sie dem drohenden Vergessen entrissen, später sogar Eichendorff und Franz Schubert gesungen. Dies ist aber nur eine Seite des neben Reinhard Mey und Konstantin Wecker letzten großen Barden der Liedermacher-Ära.

Zum Singer/Songwriter mit politischem Überzeugungswillen reifte Wader (geboren 1942 in Bethel bei Bielefeld) während seines Studiums an der Berliner Kunsthochschule heran. Hier schrieb er seine ersten Lieder, hier stand er mit Reinhard Mey und anderen Kollegen fast allabendlich auf der Bühne und kassierte verhältnismäßig gute Gagen, so dass er sein Studium abbrach, um sich voll und ganz der Musik widmen zu können. Mit Alben wie „Der Rattenfänger“ und „Kleines Testament“ wird Wader zum Star der linksalternativen Szene, was ihm aber keine Freunde in den Medien einbringt.

Die boykottieren ihn noch mehr, als er 1977 in die kommunistische Partei eintritt, aus der er aber 1991 auch wieder austritt, als die kommunistische Welt unter Gorbatschow zusammenfällt. Seit 1995 arbeitet er wieder wie in alten Zeiten, was ihm auch die Verehrung einer neuen Garde von Sängern und Songschreibern wie Anna Depenbusch, Max Prosa, Philipp Poisel oder Alin Coen eingebracht hat, die alle Lieder von Hannes Wader im Programm haben.

(Eintritt: 25 – 28 Euro / HNA-Kartenservice)

Zur Website von Hannes Wader

Quelle: mydocumenta

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