Ziel: Ausstellung soll nicht nur alle fünf Jahre präsent sein

Professor will Stiftung für documenta mit 30 Mio. Euro

Kassel. Auf Initiative des Kasselers Prof. Rainer Ludewig soll eine documenta-Stiftung ins Leben gerufen werden. Dazu laufen derzeit Verhandlungen mit Stiftern, die das angepeilte Kapital von 30 Mio. Euro zur Verfügung stellen sollen.

Nach HNA-Informationen sind unter anderem zwei kunstinteressierte deutsche Großunternehmer angesprochen worden, die aber nicht in der Region ansässig sind.

Ziel der Stiftung ist es, die documenta auch in der Zeit zwischen den Ausstellungen präsenter zu machen. Dafür sind eine Neuorganisation sowie ein Ausbau des documenta-Archivs geplant, das derzeit noch beengt im Kulturhaus Dock4 (Untere Karlsstraße) untergebracht ist. Die Finanzierung läuft über die Erträge des eingelegten Kapitals.

„Großzügigere Räume und eine stärkere wissenschaftliche Aufarbeitung des Archivs sind nötig“, sagt Ludewig. Zudem sollen mit dem Geld zwei documenta-Juniorprofessuren an der Universität und der Kunsthochschule eingerichtet werden. Die ersten Schritte zur Stiftungsgründung sind getan: Es gibt Entwürfe für die Stiftungssatzung und des Gesellschaftsvertrages

Der Geschäftsführer der documenta, Bernd Leifeld, wollte sich noch nicht zu den Stiftungsplänen äußern. Diese seien erst bei der nächsten Aufsichtsratssitzung der documenta GmbH im August Thema. „Zu früh über die Stiftung zu sprechen schadet dem Projekt“, sagte Leifeld.

Leifeld, der bis Mitte 2014 Geschäftsführer der documenta ist, stellte klar, dass er diesen Job zukünftig nicht bei der Stiftung übernehmen werde: „Ich schaffe mir hier keinen neuen Arbeitsplatz. Nach 2014 mache ich etwas ganz anderes.“ Die Stadt, die neben dem Land Träger der documenta GmbH ist, gab ebenfalls keine Auskünfte zu dem Vorhaben. Dafür äußerte sich die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann: „Ich habe davon gehört. Offiziell weiß das Land davon aber nichts.“ (bal)

Quelle: mydocumenta

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