Szene-Viertel Schiller-Quartier

+
Auferstanden aus Ruinen: Leben im neuen, schwer angesagten Schillerviertel

Die Gegend südöstlich des innerstädtischen Kopfbahnhofs war lange ein Sorgenkind der Kasseler Stadtväter. Nach Kriegszerstörung planlos wieder aufgebaut, schienen die Straßenzüge dem Verfall preisgegeben, als 1991 der Haupt- zum Regionalbahnhof degradiert wurde.

Dann entstand an der Werner-Hilpert-Straße mit Lolita-Bar, ARM-Diskothek und Galerie Loyal eine Aufwertung des Quartiers.

Im KulturBahnhof wurde das Eros- in ein Programm-Kino umgewidmet; nebenan öffnete die „Caricatura – Galerie für komische Kunst“. In der ehemaligen „Nachrichtenmeisterei“, die früher den Zugbetrieb regelte, wurden Gewerbe-Räume für Existenzgründer eingerichtet. Hier zogen Grafiker, Designer, Werbe-Agentur sowie Ton-, Foto- und Videostudios ein.

Eine alte Antennen-Fabrik an der Erzbergerstraße wurde in das Logierhaus „Fensterzumhof“ umgebaut. Seine Gäste steigen in Zimmern ab, die von Künstler gestaltet wurden. Diese urbanen Pioniere und einige kleinere Projekte wie der „Cuba Club“, das „Chasalla Haus“ und „TRAFO“ beleben das Viertel.

Der hat Tradition: Im 19. Jahrhundert hieß es im Volksmund „Albernhausen“, weil jeder Anlieger baute, wie er wollte. (wd) 

Haltestellen: Tram (Lutherplatz), Bus (Hauptbahnhof oder Erzberger Straße)

Quelle: mydocumenta

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.