Zwischen Frankfurter Straße und Grimmwelt

Ungleich am Weinberg: Gleich zweimal bezaubernde Gastronomie zur documenta

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Idyllisches, ruhiges Plätzchen: Die Weinberg-Terrassen bezaubern so gut wie jeden, der hier verweilt. 

Kassel. Es ist der Sommer-Gastro-Geheimtipp schlechthin: die beiden zur documenta 14 temporären Locations auf dem Weinberg. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich allerdings.

Hier kann man sich nicht nur – umgeben von der Vegetation eines wunderschönen, gepflegten Weinberggartens – bei Wein, Bier, Limo und Snacks treffen und plaudern, die documenta-Eindrücke sacken lassen oder sich einfach mit Freunden zusammensetzen. Hier kann man auch einen Blick über Kassels Süden bis in die Söhre hinein genießen. Von diesem Panoramablick hatte im 19. Jahrhundert schon der Schriftsteller Ernst Koch in seinem Buch „Prinz Rosa Stramin“ geschwärmt: „Unten liegt die düstere Aue mit großartigen Baumgruppen und üppigen gewölbten Wipfeln.“

Lassen es sich schmecken: Dany Siedenbiedel mit ihrem Sohn Hannes im temporären Biergarten vor der Grimmwelt.

So gut wie jedem, der von der Frankfurter Straße kommend die Treppenstufen erklommen hat und auf dem Plateau der Weinbergterrassen angekommen ist, entfährt ein begeistertes „Oh wie schön ist das denn!“ Hier bietet Herwig Thol, als Organisator der beliebten Lichtkunstschau „Lichte Wege“ bekannt, zusammen mit den Gastronomen des Weinbergkrugs und des Neu Kafés, unter anderem selbst gemachte Limo und gefüllte Teigschnecken, quasi ein Picknick im Weinberg während der documenta 14, an.

Weiter oben bieten die Macher des Grimmwelt-Restaurants „Falada“ ebenfalls einen Biergarten zu Füßen des Museums an. Der Unterschied zu dem weiter unten liegenden Angebot sind die Öffnungszeiten. Während man oben bis 22 Uhr chillen darf, gilt die Konzession für die Terrassen nur bis 20 Uhr. Dann muss auch der Garten abgeschlossen werden. „Diese Ungleichbehandlung ist nicht fair“, sagen Südstadt-Ortsvorsteherin Kerstin Saric und Harald Doenst von der Südstadt-AG: Wie schön wäre es, wenn man auch von den unteren Terrassen aus den Sonnenuntergang genießen könnte.

Da sei leider nichts zu machen, sagt Stadtsprecher Michael Schwab. Die Öffnungszeiten seien so vereinbart worden. Der Hintergrund: Vergangenes Jahr hätte es während der Lichten Wege Beschwerden der Anwohner über Lärm gegeben.

Viele Biergartenbenutzer versichern aber: Lärm gehe von der Terrassen-Gastronomie gar nicht aus, im Gegenteil zeichne sie sich durch Ruhe und Idylle aus.

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