Ab Oktober regelmäßige Einrichtung

Video-Walk bleibt: Kunstwerk wird nicht eingemottet

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Beliebtes Kunstwerk: Auch nach der documenta ist der Video-Walk im Kulturbahnhof sehr gefragt.

Kassel. Es war eines der Lieblings-Kunstwerke der Besucher der documenta 13. Doch der „Alter Bahnhof Video Walk“ von Janet Cardiff und George Bures Miller drohte, im Depot zu verschwinden.

Zur Museumsnacht am Samstag, 7. September, sollte er vorerst zum letzten Mal zu sehen sein. Das wurde Nutzern bereits mitgeteilt. Denn das Angebot erfordere einen hohen organisatorischen Aufwand, sagt Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp. Am Mittwoch fiel allerdings die Entscheidung, den beliebten 26-minütigen Rundgang im Kulturbahnhof ab Oktober wieder an jedem ersten Sonntag im Monat anzubieten. Außerdem können weiter Gruppenführungen vereinbart werden.

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Wegen der großen Nachfrage soll das Angebot bestehen bleiben, sagte Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier am Mittwoch. Einzelheiten, wie auch die Gebührenfrage, müssten noch ausgearbeitet werden.

Seit Februar wurden begleitend zur Sonderausstellung der documenta-Ankäufe in der Neuen Galerie regelmäßig fachkundig betreute Führungen im Kulturbahnhof angeboten. 30 bis 40 Teilnehmer wurden laut Rhiemeier im Schnitt gezählt. Hinzu kamen mehr als 30 Gruppenführungen.

Kunstwerk angekauft

Der Video-Walk war eine von sieben Arbeiten zur documenta 13, die von Stadt und Land gekauft wurden. Später erwarb die Stadt mit den Spenden vieler Kasseler auch den Penone-Baum in der Karlsaue.

Der Video-Walk ist an den Kulturbahnhof gebunden. Denn bei dem Rundgang mit einem Abspielgerät mischen sich Kommentar und Bilder auf dem Bildschirm mit der Realität auf dem Bahnhof. Außerdem erfährt der Betrachter Wissenswertes und Hintergründe über den Bahnhof, beispielsweise über die Deportation von über 2000 Menschen in Konzentrationslager im Jahr 1942.

Zurzeit können noch Gruppen bis zu zehn Personen geführte Rundgänge buchen. Kosten: 50 Euro, für jede weitere Person fünf Euro. Terminvereinbarungen sind beim Stadtmuseum unter der Telefonnummer 787-14 00 oder per E-Mail an stadtmuseum@kassel.de möglich. Die Abspielgeräte werden beim Offenen Kanal ausgegeben.

Zur Museumsnacht am 7. September werden die Geräte bei Vorlage des Museumsnacht-Tickets zwischen 17 und 1 Uhr ohne weitere Kosten ausgeliehen. Der Personalausweis dient während der Ausleihe als Pfand.

Bis zum Oktober wird die Aktion dann Pause machen.

Von Martina Heise-Thonicke

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Quelle: mydocumenta

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