Mehr Besucher

Viel Aufmerksamkeit: Kasseler Museen profitierten von der documenta 14

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Knapp 80 000 Besucher der documenta kamen ins Museum für Sepulkralkultur: Davon schauten sich auch viele die Dauerausstellung rund ums Thema Sterben und Totenkult an.

Kassel. Die documenta 14 hat den Menschen nicht nur die zeitgenössische Kunst näher gebracht, sondern auch dafür gesorgt, dass die heimischen Museen sehr viel Aufmerksamkeit in diesem Sommer bekommen haben.

Jedenfalls dann, wenn neben ihren Dauerausstellungen dort auch documenta-Kunst gezeigt worden ist.

So besuchten knapp 80.000 Menschen während der documenta das Museum für Sepulkralkultur am Weinberg, sagt Markus Brandenburg, zuständig für die Finanzbuchhaltung in dem wohl einzigartigen Museum in Deutschland, das die Themen Sterben, Tod und Totengedenken in den Mittelpunkt stellt. Das sind fast 60.000 Besucher mehr als sonst in einem ganzen Jahr. „Wir haben eine sehr positive Resonanz bekommen, die Besucher waren von unserer Ausstellung sehr angetan“, sagt Brandenburg.

Die documenta-Besucher durften mit ihrer Eintrittskarte nämlich auch die Dauerausstellung in dem Museum anschauen. Normalerweise kommen in Sommermonaten im Schnitt 1300 Menschen in das Museum, im gesamten vergangenen Jahr waren es 23.000 Besucher.

Wesentlich mehr Menschen schauten sich wegen der documenta vermutlich auch die Dauerausstellungen im städtischen Naturkundemuseum und im Stadtmuseum an. Während der documenta kamen nach Angaben von Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp 137.289 Besucher mit einer documenta-Eintrittskarte ins Naturkundemuseum. Nachdem sie sich die zeitgenössische Kunst angeschaut hätten, hätten auch sehr viele Besucher die Dauerausstellung im Ottoneum aufgesucht. Ebenso im Stadtmuseum, das 75.418 documenta-Gäste besuchten.

Anders verhielt es sich bei der Grimmwelt, die ebenfalls Ausstellungsort der documenta war. Im Gegensatz zu den beiden städtischen Museen berechtigte ein d14-Ticket ausschließlich zum Besuch der documenta-Bereiche. Für einen Besuch der Dauerpräsentation der Grimmwelt musste ein separates Ticket erworben werden.

Acht Prozent mehr Besucher

Allerdings haben das wohl einige documenta-Besucher gemacht. Während der 100 Tage documenta haben laut Stadtsprecherin insgesamt 29.919 Menschen die Dauerpräsentation der Grimmwelt besucht. Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen im gleichen Zeitraum 27.650 Besucher in die Grimmwelt. Dies ergibt einen Besucheranstieg von rund acht Prozent für diesen Sommer, so Bohnenkamp.

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