Nach d 14-Pressekonferenz

Vorfreude in Athen - Kassel auf griechischen Titelblättern

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In den griechischen Zeitungen war jetzt Kassel Thema: In einer Pressekonferenz hatten sich d 14-Leiter Adam Szymczyk und die Stadtoberhäupter von Athen und Kassel, Yiorgos Kaminis und Bertram Hilgen, Journalisten gestellt.

Athen/Kassel. Während der documenta-Pressekonferenz am Mittwoch in Athen musste Oberbürgermeister Bertram Hilgen auch kniffelige Fragen der griechischen Journalisten beantworten. Etwa die nach den Reaktionen der Kasseler auf die Neuerung eines Doppelstandorts Kassel-Athen.

Hilgen ließ nicht unerwähnt, dass die Diskussion darüber in Kassel zwiespältig sei. Er stelle aber fest, dass immer mehr Menschen den Gewinn und die Chance in der Partnerschaft mit Athen sehen.

Das Echo in den zahlreichen Artikeln der griechischen Zeitungen am nächsten Tag war da eindeutiger positiv. Die Vorfreude ist groß:

„Athen und Kassel schließen sich mit großen Erwartungen zusammen“ titelte die Zeitung „Kathimerini“. Redakteur Aimilios Habis zitiert den Bürgermeister von Athen, Yiorgos Kaminis: Ziel sei „nicht nur eine künstlerische Zusammenarbeit, sondern auch eine allgemeinere Kooperation zu schaffen zwischen den beiden Ländern und beiden Völkern“.

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Die Geschichte der documenta

Mary Adamopoulou, Autorin einer weiteren bedeutenden griechischen Tageszeitung, „Ta Nea“, schreibt über die d 14: „Sie ist unsichtbar, hat aber schon begonnen. Sie ist keine Pflanze, wird aber schon in Athen kultiviert.“ Einerseits wolle die Ausstellung, „wie der Untertitel auch sagt, von Athen lernen und anderseits die gute Beziehung zwischen den beiden Ländern aus den Zeiten vor dem Memorandum wiederherstellen“.

Sie zitiert documenta-Chef Adam Szymczyk: Die Wahl sei auf Athen gefallen, weil sich die Stadt an einer geografischen Schnittstelle befindet und „gerade mit extremen Unterschieden, Ängsten und Hoffnungen inmitten der Krise kämpft“.

Auch das virulente Thema Finanzen haben die Journalisten aufgenommen. „Für die 100 Tage der Ausstellung kommen nicht nur Kunstwerke nach Athen, sondern auch 3,5 Mio. Euro, während der griechische Beitrag noch unbekannt bleibt“, schreibt Adamopoulou. Habis erwähnt die laufende Suche nach zusätzlichen Sponsoren und schreibt: „Das heißt, dass Griechenland finanziell wenig oder gar nicht belastet wird.“

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