Katz-und-Maus-Spiel

Wächter der Zeit sind im Bergpark aufgetaucht - und wieder verschwunden

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Kassel. Es sind auch die Themen am Rande, die eine documenta spannend machen. Dazu zählen die Wächter der Zeit. Nun tauchten sie wieder auf.

So ein bisschen hat das was vom Katz’-und-Maus-Spiel, was sich da derzeit abspielt zwischen dem österreichischen Künstler Manfred Kielnhofer mit seinen Figuren, die sich „Wächter der Zeit“ nennen, und den Wächtern der Stadt, der documenta und der Parkanlagen. Kielnhofer stellt die Figuren auf, kurze Zeit später werden sie wieder entfernt – nicht von ihm, sondern von Ordnungshütern. Schließlich ist das Ganze Kunst, aber eben keine documenta-Kunst.

Das jüngste Kapitel dieser Geschichte ereignete sich am Wochenende im Bergpark Wilhelmshöhe. Kielnhofer fuhr am Samstagmorgen mit drei roten Wächtern vor; er platzierte sie dann vor dem Schloss. Da die an Mönche erinnernden Figuren so prägnant sind, dienen sie als Hingucker. Die Menschen mögen sie.

Trotzdem: Auch für die drei Wächter im Bergpark kam das schnelle Aus. Um 16 Uhr wurden sie abgeholt – laut Kielnhofer von Mitarbeitern der Museumslandschaft Hessen Kassel. Die Figuren sollen in eine alte Halle am Schloss gebracht worden sein.

Damit ist es ihnen ergangen wie den anderen „Wächtern der Zeit“, die Kielnhofer in Kassel zur Schau gestellt hat: drei vor dem Parthenon unmittelbar vor Eröffnung der documenta, drei in der Aue – sie alle sind weggeräumt und verstaut worden.

Ob das Katz’-und-Maus-Spiel weitergeht? Kielnhofer verrät es nicht. Er hat aber ein Ziel: Er möchte, dass mindestens drei seiner Wächter gekauft werden und sie hier in Kassel einen festen Platz erhalten. 5000 Euro soll eine Figur kosten, Kielnhofer würde das Geld einem guten Zweck zukommen lassen. Schon in Basel und in Linz stehen die bei den Menschen überaus beliebten Figuren an einem festen Ort.

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