Bilder ab 1955

Wie alles begann: Stadtarchiv zeigt Fotos und Plakate der documenta-Anfänge 

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Skulpturengarten vor der Orangerie: Zur documenta 2 im Jahr 1959 wurde hier unter anderem die Plastik „Working Model for Unesco“ von Henry Moore ausgestellt.

Kassel. Tausende Fotos und Negative aus dem Nachlass von Carl Eberth wurden gesichtet, verschlagwortet und thematisch zugeordnet. Einige von ihnen sind nun im Stadtarchiv zu sehen.

Die Maler Pablo Picasso und der Verpackungskünstler Christo sind weltberühmt. Das gilt ebenso für den Bildhauer Henry Moore. Sie alle waren ab 1955 auf der documenta vertreten. Das Kasseler Stadtarchiv erinnert mit Fotos, kurzen Texten und Plakaten an die Anfänge der Kunstausstellung mit einigen ihrer bekanntesten Teilnehmer.

Gezeigt werden Fotos aus dem Nachlass der Fotografenfamilie Carl Eberth. Diesen Schatz hat das Stadtarchiv vor einigen Jahren gekauft und erschließt den für die jüngere Kasseler Geschichte so wertvollen Fundus. Tausende von Fotos und Negativen wurden bereits gesichtet, verschlagwortet und thematisch zugeordnet.

Im Fridericianum 1955: documenta-Gründer Arnold Bode (links) mit Bundespräsident Theodor Heuss vor der Moore-Plastik „König und Königin“.

Dazu gehören auch die Bilder, die Carl Eberth junior (1910 bis 1991) von der documenta gemacht hat. Einige davon sind bislang nahezu unbekannt.

Eine Aufnahme von 1955 zeigt documenta-Gründer Arnold Bode beim Rundgang durch die Ausstellung mit dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Sie stehen vor einem Werk des Briten Henry Moore, dessen Skulpturen heute Millionen wert sind.

Rundgang zur documenta 3: Im Hintergrund ist Picassos „Femme couchée au bouquet“ zu sehen, davor Kanzler Ludwig Erhard (links) und Arnold Bode.
Carl Eberth

Auch bei der zweiten documenta im Jahr 1959 war Moore vertreten. Das Foto in der Ausstellung, das daran erinnert, zeigt den Skulpturengarten vor der Orangerie, die damals noch vom Krieg gezeichnet war. In die Reihe der Aufnahmen von Werken berühmter Künstler auf der documenta gehört auch ein Eberth-Foto aus dem Jahr 1964. Das entstand auf der documenta 3 und zeigt ein Gemälde des Spaniers Pablo Picasso.

Berühmte Namen aus den Anfangsjahren der documenta gibt es mehr als genug. 1955 wurden in Kassel unter anderem Werke von Wassily Kandinsky, Ernst-Ludwig-Kirchner, Max Pechstein, Gabriele Münter, Franz Marc und Joan Miró ausgestellt. Zu den Künstlern 1959 gehörten Jackson Pollock, Emil Nolde, Henri Matisse, Marc Chagall und René Magritte. Unvergessen auch Christo mit seiner verpackten Luft im Jahr 1968. Von der documenta 4 gibt es ebenfalls Eberth-Fotos.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Stadtarchiv Kassel zur documenta, Wildemannsgasse 1, Marstallgebäude (3. Stock), ist dienstags und mittwochs von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Archiv ist frei.

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