Erste Container: documenta-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

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Strahlend weiß: Anke Zimmermann von der Gebäudereinigung Göpper putzt die Kassenhäuschen am Friedrichsplatz.

Kassel. Sie sind die Vorboten der documenta: Auf dem Friedrichsplatz, in der Karlsaue, im Kulturbahnhof und andernorts künden Container von dem Kulturereignis des Sommers. 80 Container, die als Kassenhäuschen, Souvenirladen, Garderoben, Buchladen und Toiletten dienen.

Vor wenigen Tagen wurden die mobilen Räume angeliefert. Bis zum Start der Weltkunstschau am 9. Juni müssen sie in Position gestellt und mit Versorgungsleitungen versehen werden. „Wir haben noch reichlich zu tun“, sagt Mario Schubert, der für den Kaufunger Container-Vermieter Zeppelin Rental im Einsatz ist. Auch Lothar Werner vom gleichnamigen Kasseler Elektrotechnik-Unternehmen und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Werner sorgt dafür, dass die Container mit Strom versorgt werden. Er arbeitet zum dritten Mal für die documenta. Bis sich deren Türen öffnen, werde seine Firma beschäftigt sein, sagt der Chef.

documenta-Container auf Friedrichsplatz aufgebaut

Mitten auf dem Friedrichsplatz, vor dem Landgrafen-Denkmal, wird die Buchhandlung König in einem Container ihr Domizil aufschlagen. Das Podest dafür ist bereits fertig. Noch dient es Sonnenhungrigen als willkommene Sitz- und Liegefläche. Die von Bäumen bestandene Randstraße soll frei bleiben und Platz für die Übertragungswagen der zahlreichen Fernsehanstalten bieten, die zur documenta erwartet werden. „Es kommen wohl sehr viele“, sagt Werner.

Hier geht es zum documenta-Portal im Regiowiki

Laut Matthias Sauer von der Abteilung Infrastruktur der documenta GmbH werden die Container in ähnlicher Form aufgestellt wie vor fünf Jahren. Damit die Besucher nicht lange Schlange stehen müssen, sei die Anzahl der Ticketschalter am Friedrichsplatz verdoppelt worden. Statt fünf wird es zehn Verkaufsstellen geben. „Dort wird es auf keinen Fall mehr Engpässe geben“, sagt Sauer. Der Friedrichsplatz mit der Kunsthalle Fridericianum sei für die meisten Kunstfreunde die Anlaufstelle für die documenta.

Hinzu kommen zwei Container für die „dTOURS“, die documenta-Führungen. Weitere Standorte für den Führungsdienst sind der Kulturbahnhof und die Orangerie. In der Karlsaue werden diesmal mehr Toilettencontainer installiert. „Wir stellen überall auf, wo es nur geht“, sagt Sauer. Dies sei aber nicht einfach, da es nicht überall Kanalanschlüsse gebe. Einfache Baustellenklos wolle aber auch niemand.

Gäste, die mit dem Zug anreisen, werden laut Sauer im Bahnhof Wilhelmshöhe gleich zur Regiotram geleitet. Schließlich wolle man den öffentlichen Nahverkehr unterstützen. Im Kulturbahnhof kämen sie dann mitten in der documenta an. „Sie kommen aus der Regiotram und stehen vor der Hauptkasse.“

Nicht mittendrin, sondern auf dem Königsplatz werden die Kunsthandwerker diesmal ihre Waren anbieten. Die Schöne Aussicht, wo sie in der Vergangenheit ihre Stände aufbauen konnten, ist diesmal der Kunst vorbehalten.

Von Ellen Schwaab

Quelle: mydocumenta

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