Zentralakademie der Künste in Peking präsentiert Kasseler Weltkunstausstellung

China entdeckt die documenta

Feierliche Eröffnung: Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen in der Zentralakademie der Künste in Peking. 4 Fotos: Milan Soremski

Peking/Kassel. Wenige Wochen vor der Eröffnung der documenta 14 in Athen präsentiert sich die Kasseler Weltkunstausstellung mit einer großen Schau in Peking.

Am 1. März wurde im Museum der Zentralen Hochschule für Bildende Kunst (Central Academy of Fine Arts, CAFA) die Ausstellung „Mythos documenta – Arnold Bode und seine Erben“ eröffnet.

Einen Monat lang wird die Geschichte der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst im größten Kunstinstitut Chinas präsentiert. Zusätzlich wird die documenta auf der Internetseite der CAFA verlinkt und es wird dort ein Forschungszentrum (documenta Research Center) eingerichtet.

Damit erfährt die documenta 2017 über die eigentliche Ausstellung hinaus eine enorme Aufmerksamkeit in ganz Ostasien, sagt Prof. Dr. Klaus Siebenhaar vom Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin. Der gebürtige Kasselaner hat die Ausstellung zusammen mit seiner Mitarbeiterin Mona Stehle kuratiert.

Beim Aufbau der Austellung: Ein wichtiger Aspekt der Schau ist die Verankerung der documenta in der Stadt Kassel.

Die 600 Exponate, die in sechs Stationen auf 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche gezeigt werden, hat zum größten Teil das von Dr. Birgit Jooss geleitete documenta-Archiv in Kassel zur Verfügung gestellt. Partner auf chinesischer Seite sind der Direktor des Arts Management Centers, Yu Ding, und seine Mitarbeiterin Wang Wenting.

Zu Eröffnung waren aus Kassel nicht nur der Oberbürgermeister und documenta-Aufsichtsratschef Bertram Hilgen, sondern auch documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff, documenta-Archiv-Leiterin Dr. Birgit Jooss sowie Prof. Heiner Georgsdorf, documenta-Begleiter und Experte der ersten Stunde, angereist.

Die Ausstellungsmacher: (von links) Mona Stehle, Prof. Dr. Klaus Siebenhaar, Direktor Yu Ding und Wang Wenting.

Neben der Person Arnold Bodes und der Entwicklung der documenta-Ausstellungen hin zu einem global ausgerichteten Kunstereignis sowie einer Präsentation der zentralen Künstler und Kunstwerke spielt insbesondere die Frage der Kunstvermittlung mit einem Labor „Arts Education“ eine wichtige Rolle.

www.cafa.edu.cn

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