Neu im Kino: Jerry Bruckheimer verfilmt das Computerspiel „Prince of Persia“ mit Jake Gyllenhaal

Der Dolch, der die Zeit anhält

Kämpft gegen böse Mächte: Jake Gyllenhaal als Prinz Dastan. Foto:  nh

Mit Explosionen beginnen und sich dann langsam steigern - diese alte Hollywood-Regel passt zum Stil des Blockbuster-Produzenten Jerry Bruckheimer („Pearl Harbor“, „Fluch der Karibik“). In den letzten 20 Jahren lieferte er Kino- und TV-Erfolge am Fließband ab.

Diesmal geht die kurzweilige Reise zurück ins antike Persien, mit „Prince of Persia - Der Sand der Zeit“ legt Bruckheimer ein actiongeladenes Wüstenepos vor, mit Schlachtszenen, Sandstürmen, Degenfechtereien gleich von der ersten Minute an - Romantik, Liebe und große Gefühle kommen später. Eine Pauschalreise ist das nun wirklich nicht, auch wenn der Film nach dem gleichnamigen Videospiel in der Regie von Mike Newell („Harry Potter und der Feuerkelch“) schon sehr kalkuliert daherkommt.

Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“) spielt den draufgängerischen Prinzen Dastan, der nach dem Tod seines Adoptivvaters in ein mörderisches Komplott hineingerät.

Gyllenhaal, der mächtig für die Rolle trainiert hat, macht seine Sache nicht schlecht. Mit schmissiger Narbe auf der Wange und wehenden Haaren gibt er den etwas tumben Straßenjungen, der sich am liebsten mit seinen Soldaten prügelt, sich dann doch zu Höherem berufen fühlt und am Ende die Welt retten muss. Gemma Arterton („Kampf der Titanen“) entwickelt sich zur selbstbewussten Gefährtin für ein Abenteuer im „Indiana-Jones“-Stil, dem etwas mehr Humor und Slapstick sicher ganz gutgetan hätten.

Den Gegenpart übernimmt Ben Kingsley, ein sehr geschmeidiger, um die listig blickenden Augen wunderbar geschminkter Erzschurke, der bis zuletzt mit Prinz Dastan um einen ominösen Dolch kämpft, mit dem sich die Zeit zurückdrehen lässt. (dpa)

Genre: Action

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!::

www.hna.de/kino

Von Johannes von der Gathen

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