Nasses Spektakel: Die Donots feiern Party im Kasseler A.R.M.

Hatte in Kassel sichtlich Spaß: Ingo Knollmann. Foto: Kostudis

Kassel. Wenn der gesamte Saal inklusive des Barmanns jedes deiner Lieder lautstark mitsingt, wenn es von den Decken tropft und die Luft zum Schneiden ist, wenn sich klatschnass geschwitzte Menschen mit beseelten Blicken in den Armen liegen, dann kannst du dir als Band ziemlich sicher sein: Heute hast du alles richtig gemacht.

Dass der Tourstart der Donots am Dienstagabend im proppenvollen A.R.M. zum Spektakel wurde, lag nicht nur am frenetischen Publikum, welches den Punkrockern von Beginn an aus der Hand fraß, sondern vor allem an der leidenschaftlichen Darbietung: Einmal mehr demonstrierten die Donots, dass sie auch nach 20 Jahren im Musikgeschäft keinerlei Rost angesetzt haben.

Getragen von der ausgelassenen Stimmung agierte die Band mit großer Spielfreude und Energie. „Meine Fresse, Kassel! Was ist mit euch denn los?“, fragte Frontmann Ingo Knollmann sichtlich vergnügt, aber auch etwas ungläubig. Die Donots standen zu diesem Zeitpunkt noch keine zehn Minuten auf der Bühne, der oft bemühte „Siedepunkt“ schien allerdings bereits erreicht.

Die Konsequenz: Im weiteren Verlauf entwickelte sich das Konzert zu einem Triumphzug, stetig begleitet vom lautstarken Chor aus 200 Kehlen, der die Band nicht selten übertönte. Und tatsächlich: Hätte man den Musikern bei „Pick Up The Pieces“ oder der Bandhymne „Calling“ den Stecker gezogen – es wäre wohl niemandem aufgefallen.

Dass sich Knollmann vom Publikum quer durch den Raum an die Bar und zurück zur Bühne tragen ließ, um Schnaps zu besorgen, ist sicher auch nicht an jedem Abend Routine. Ebenso wenig, dass die Band insgesamt fünf Zugaben spielen musste – die letzte inmitten des Publikums und a cappella. „Wenn Schweiß von der Decke tropft, dann weißt du, du bist in Kassel“, so Knollmann zum Abschied. Keine Frage, es war ein nasses Spektakel.

Von Anton Kostudis

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