Für das Brüder-Grimm-Festival im Sommer wird eigens ein Musical geschrieben

Drosselbart im Tempelchen

Dem Tempelchen auf der Schwaneninsel soll die Bühne für das Musical „König Drosselbart“ nachempfunden werden. Archivfoto: Lantelmé

Kassel. Es war ein Casting der besonderen Art: Prinzessin sucht den Super-Ehemann. Wobei die sich als so gnadenlose Jurorin entpuppte, dass ihr Papa, der König, als Ober-Juror eingreifen musste.

Überliefert wurde die Geschichte, die jeder als Märchen vom „König Drosselbart“ kennt, von den Brüdern Grimm. In diesem Sommer kommt sie bei der Neuauflage des Brüder-Grimm-Festivals als Musical auf die schwimmende Bühne.

Michael Fajgel (51), Leiter des Theaters im Centrum (tic), schreibt an dem Stück („teilweise in Reimform“), das am 15. Juli Premiere haben und bis zum 15. August mindestens 30-mal gespielt werden soll.

Die Auswahl des Stücks fiel Fajgel nicht schwer: „Die Geschichte ist wie für das Theater geschrieben. König Drosselbart könnte auch der Stoff für eine Oper sein.“

Für das Sommermusical soll auf der schwimmenden Bühne eine Art Tempelchen errichtet werden, das an das Tempelchen der Schwaneninsel angelehnt ist. Und in diesem königlichen Sommersitz wird eine Theatertruppe nach Art der Commedia dell’Arte inklusive Akrobaten und Feuerschluckern die Geschichte vom König Drosselbart aufführen.

Ob diese schwimmende Bühne allerdings auch in diesem Jahr wieder vor der Insel Siebenbergen liegen wird, steht noch nicht endgültig fest. Auch der Park Schönfeld mit seinem großen Teich wäre ein denkbarer Spielort, sagt Peter Zypries vom Vorstand des Grimm-Festivals.

Sicher ist, dass es vor der zentralen Musicalproduktion auch in diesem Jahr ein Kindertheaterprogramm geben wird, ebenso ein Programm mit Prominenten-Lesungen und Vorträgen. Für das auf 70 Veranstaltungen angelegte Festival haben sich neben dem Hauptsponsor Sparda-Bank bereits zahlreiche weitere Unterstützer gefunden, mit weiteren möglichen Sponsoren werde noch verhandelt, so Zypries.

Die Schirmherrschaft des Brüder-Grimm-Festivals teilen sich in diesem Jahr Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Landrat des Landkreises Kassel, Uwe Schmidt. Denn künftig soll es jeweils eine Partnergemeinde aus dem Landkreis für das Festival geben - den Anfang macht die Stadt Baunatal.

Von Werner Fritsch

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