Dschungel, Tag elf: Die große Ailton-Show

Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss – und sei es, eine ganze Nacht lang in einer Höhle eine brennende Kerze zu bewachen, damit diese nicht verlösche.

Bis sich Ailton zu dieser Erkenntnis durchringen konnte, brauchte es an Tag elf im Dschungelcamp allerdings die aufmunternden Worte und die unbeirrbare Konsequenz von Micaela („Wir müssen das jetzt durchziehen“).

RTL muss etwas tun, um die jammervolle, dröge Dschungelgesellschaft in Wallung zu bringen. Also wurden ausgerechnet der Bundesliga-Torschützenkönig von 2004 und das Berliner Erotik-Modell nächtens in eine Gruft gesperrt, wohl in der Hoffnung auf knisternde Momente. Wäre ja nicht unwahrscheinlich, dass die 28-Jährige, deren Exhibitionismus seit Tagen die spektakulärsten Bilder produziert, die lange Hose, zu der sie verdonnert wurde („nur mitnehmen oder auch anziehen?“), wieder ausziehen würde.

Ailton indes, als er die Situation begriff, tickte total aus. Das war einer dieser lustigen Momente, für die man „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ lieben muss. Seit Tagen dämmerte Ailton dahin, wartete er lethargisch und einen Flunsch ziehend aufs Rausgewähltwerden, nun lief er plötzlich zu ganz großer Form auf, was sich in etwa so anhörte: „Das is scheise, das is kein Spiel, das is langweilig. Ailton is ein Mensch, kein Robo, brauchen Spaß, Spaß! Meine Situation mental is eine Bomb. Körper – geht noch, mental – geht noch, ganze Nacht – geht nix. In diesem Moment, das is scheis. Das is eine scheis Situation… Du bis eine Frau, das is Problem.“ Und so über Minuten. Wunderbar!

Gegen diesen Auftritt fiel alles andere ab: die Dschungelprüfung, bei der Rocco in einer Gondel hoch über dem Dschungel schwebend gutgelaunt und sicher alle Sterne einsammelte, die Schilderungen einer ausgelassenen Ochsenknecht-Party im P1 in München, Vincent Ravens 08/15-Tipps für eine geglückte Vater-Sohn-Beziehung („schreib ihm einen Brief“), Brigittes wohldosierte Offenbarungen (diesmal die eines One-Night-Stands mit Sean Penn) und die üblichen Streitereien ums Essen. Rocco beharkte sich mit Jazzy, die sich so rechtfertigte: „Was ich genascht habe, hab ich weniger genommen“. Wer’s glaubt…

Inzwischen allerdings kann Jazzy am Hotelbüfett zugreifen – sie wurde von den Zuschauern rausgewählt. Recht so – und hart nur für ihre Busenfreundin Radost. Die Ex-Tic-Tac-Toe-Sängerin war diejenige, die vor der Kamera stets dafür plädierte, sich alles ehrlich ins Gesicht zu sagen, aber hinterrücks am meisten lästerte.

Na, das gibt draußen sicher ein herzliches Wiedersehen mit Ramona!

Von Mark-Christian von Busse

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