RTL-Dschungel, Tag sechs: Im Tal der Tränen

Da verschlug's sogar den Moderatoren die Sprache

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Fiona Erdmann

Es gab in der Zusammenfassung des RTL-Dschungelcamp-Irsinns vom Mittwoch einen Moment, der den Moderatoren tatsächlich die Sprache verschlug.

Ex-„Topmodel“-Kandidatin Fiona weinte so herzzerreißend, dass Sonja Zietlow und Daniel Hartwich auf eine „glatte Überleitung“ setzten. Ohne jeden Scherz.Fiona hatte über die Erkrankung ihrer Mutter berichtet, eine Trigeminusneuralgie, also eine äußerst schmerzhafte Reizung eines Hirnnervs. Sie könne ihrer kranken Mutter überhaupt nicht helfen, schluchzte die 24-Jährige. Das war für einen Augenblick authentisch, ernsthaft, ganz real. Und sehr traurig.

Wie es zu diesem Gefühlsausbruch kam, war allerdings schon wieder richtig komisch. Fiona prägte nämlich den wunderbaren Satz: „Wenn ich im Solarium liege, denk ich: Was ich in der Zeit alles schaffen könnte!“ Fiona war es auch, die die Erkenntnis formulierte, die alle Camp-Kandidaten verinnerlicht zu haben scheinen, naja, von den Langweilern Arno und Klaus mal abgesehen: „Läster und streite, dann kriegst du Sendezeit.“

Feurige Dschungelprüfung, Ohrfeige für Joey und viele Tränen

Feurige Dschungelprüfung, Ohrfeige für Joey und viele Tränen

Nach dieser Devise gibt es solche Grüppchenbildungen, so viel Zoff und das aus so nichtigem Anlass, wie es vermutlich noch nie rund ums Camp-Lagerfeuer der Fall war. Dagegen war die „Prüfung“ diesmal ein lächerlicher Fitnesstest. Man möchte das alles nicht hier zitieren. Ein Höhepunkt jedenfalls waren wieder die Ausraster von Georgina, die Donnerstagabend Sarah Knappiks Rekord von sechs Dschungelprüfungen in Folge einstellen wird. Herzlichen Glückwunsch!

Hoch her ging’s vor allem bei der weltbewegenden Frage, ob Georgina - laut Iris ja „nicht die hellste Kerze auf der Torte“ - ihre nassen Schuhe am Feuer trocknen respektive anschmoren und ankokeln lassen darf. „Das geht die gar nichts an“, meinte die Ex-„Bachelor“-Kandidatin, dem schließen wir uns an und belassen es ansonsten lieber bei Georginas „bla bla bla, ich hab kein Bock mehr“.

Keinen Bock mehr hat auch „Camp-Koala“ Joey, der ebenfalls in einen Tränensturzbach ausbrach. „Ich komm mir blöd vor, weil ich so jung bin“, heulte er und vermutete mit Recht, wenn das im Fernsehen gezeigt werde, sehe er aus wie ein Jammerlappen. Aber er will eben nach Hause, singen: „Ich bin ja Sänger.“ Joey war mal Fünfter bei „DSDS“.

RTL untermalte das mit einer melancholischen Melodie: „I’m a creep, I’m a weirdo“ - ich bin ein Spinner, ein komischer Kauz, ein widerlicher Typ. Manchmal stecken die kunstvollen Gemeinheiten des Senders eben in den winzigsten Details.

Von Mark-Christian von Busse

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