Ex-Hollywoodstar hat die sechste Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ gewonnen

Gute-Laune-Brigitte ist Königin

Fernsehdeutschland hat eine neue Königin. Brigitte Nielsen (49), Ex-Hollywoodstar, Ex-„Playboy“-Model und Ex-Ehefrau von Sylvester Stallone hat den RTL-Dschungelthron erklommen.

Das haben knapp 7,4 Millionen „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“-Zuschauer (Staffelrekord) in der Nacht von Samstag auf Sonntag entschieden. Gewundert hat das freilich keinen. Denn zahlreiche selbst ernannte Urwald-Experten hatten die große Dänin mit dem lustigen Dialekt bereits vor dem Finalwochenende als Siegerin ausgerufen, und „Bild“ hatte gar berichtet, dass sie seit der ersten Abstimmung in der Zuschauergunst stets vorn lag. Genauso war es dann auch am Samstag: Nielsen siegte mit fast 57 Prozent der Stimmen – vor Kim Debkowski (19) und Rocco Stark (25).

„Kim und Rocco wer?“ dürften sich nach wie vor sämtliche Menschen fragen, die sich den 16-tägigen Urwald-Festspielen entziehen konnten. Die Frage wäre ihnen nicht zu verdenken, denn die Irgendwann-mal-Vierte bei „Deutschland sucht den Superstar“, die seitdem versucht, als Kim Gloss Musikkarriere zu machen, war im Vorfeld der RTL-Show genauso unbekannt wie der Ochsenknecht-Sohn, der in einer einjährigen Sat-1-Vorabendserie mitspielte.

So war es also ein anfangs unerwartetes, doch nicht unsympathisches Trio, das am Ende des letzten Abends am gedeckten Holztisch Platz nahm und das finale Drei-Gänge-Menü verspeiste. Das hatte es sich in den abschließenden Dschungelprüfungen erspielt – und sich dem Bad im Treibsand (Rocco), dem Buffet mit allerlei Dschungel-Getier (Brigitte) oder dem Ertasten von Skorpionen und Krokodilen (Kim) wie immer unerschrocken gestellt.

In trauter Eintracht warteten „I-feel-good-Brigidde“ und ihre zwei Küken, denen man stets abnahm, dass sie privat genau so sind wie im Camp, schließlich auf die Entscheidung der Zuschauer. Erwartungsgemäß behielten sie dabei den Kuschelkurs bei, der im Camp erstaunlich oft geherrscht hatte. Klar, Ex-Fernsehgarten-Moderatorin Ramona Leiß sorgte in den ersten Tagen – sicherlich auch dank gekonnter RTL-Zusammenschnitte – fast schon für Dauerhysterie. Und Magier Vincent Raven machten seine Schimpfereien auch nicht zum Anwärter auf den Sympathie-Preis. Intrigen, eine Beinahe-Meuterei und aufsehenerregende Scheinliebschaften blieben anders als im Vorjahr jedoch aus.

Im Gegenteil: Störenfried Ramona flog früh raus, am Lagerfeuer kam es zu Gesprächen mit Tiefgang, Kim und Rocco turtelten harmlos vor sich hin, und am Ende hatten sich trotz australischem Dauerregen irgendwie doch immer (fast) alle lieb. Am Sonntagabend gibt es ein großes glückliches Wiedersehen, bei dem die Camp-Bewohner Abschied nehmen dürfen. Nicht nur von den anderen, sondern auch von den Medien. Denn die haben sie vermutlich sehr bald vergessen.

Von Kristina Marth

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