Der dunkle Lord des Punk: Hugh Cornwell im Schlachthof

Laut und gut war’s: Sänger und Gitarrist Hugh Cornwell im Schlachthof. Foto: Schachtschneider

Kassel. Hugh Cornwell wird auch gern der dunkle Lord des UK-Punk genannt. Schon dieser Kosename macht deutlich, wen man zu erwarten hat im Kasseler Schlachthof. Der 64 Jahre alte Engländer zieht immer noch die Massen an. Das Kulturzentrum ist voll.

Einen Namen gemacht hat sich Cornwell vor allem als Gründungsmitglied, Sänger und Gitarrist der legendären Stranglers (1974 bis 1990). Ebenso wie seine ehemalige Band orientiert sich auch der Solo-Künstler Cornwell am Sound des britischen Punkrock, gepaart mit New Wave und Pink-Floyd-Psychedelic lässt sich das unter dem Genre Post-Punk einordnen.

Gleich mit dem Einsetzen des ersten Akkords bebt die Stimmung im Club. Bei dieser für den Punkrock typischen Lautstärke und dem ausbalancierten Groove in jedem Stück wippt man selbst in der letzten Ecke mit – und zwar sowohl mit dem Fuß als auch mit dem Kopf.

Zwischen den Songs gibt es langen Applaus für die Musiker. In der Mitte seines Auftritts überrascht der alternde Punk-Musiker mit einer allein zelebrierten Akustik-Version der Stranglers-Ballade „Golden Brown“ – bis heute der größte Hit.

Und obwohl es trotz starkem Applaus und dem Rufen nach einer Zugabe eine solche nicht gibt, bleibt Cornwell bodenständig. Trotz seines Alters und seines Ruhms verzieht er sich nach dem Auftritt nicht, sondern verkauft noch eigenhändig seine CDs und signiert sogar die Hofnarr-Gitarre eines treuen Fans. Cornwells erste Gitarre war nämlich ebenfalls eine Hofnarr.

Von Marvin Bayer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.